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Ein Blatt, Einblatt

13. September 2017

Kennt ihr das? Man braucht eigentlich nur ein paar Kleinigkeiten vom Schweden, ein paar Gläser, Servietten…und dann steht man plötzlich in der Pflanzenabteilung und findet sich zwischen großblättrigen Monsteras und dickblättrigen Geldbäumen wieder. Oder doch lieber eine Flamingoblume? So voll ist die Fensterbank doch gar nicht. Da passt doch noch ein Einblatt hin!

So erging mir zumindest gestern. Dabei wollte ich nur ein paar Sachen aus der Papeterie und mir Lust auf einen ziemlich wahrscheinlichen Umzug machen.

Nicht, dass ich meine Wohnung nicht mag, aber sie hat einen ganz entscheidenden Nachteil: Obwohl sie im 3. Stock und im Vorderhaus liegt (für alle Nicht-Berliner: Vorderhaus heißt, dass es ein ausschließlich zum Hof liegendes Hinterhaus gibt, das Vorderhaus ist aber meisten sowohl zum Hof als auch zu Straße gelegen), ist sie dunkel und kühl. Beides Eigenschaften, die ich nicht an einer Wohnung schätze und die sich auf die Wahl meiner Zimmerpflanzen auswirkt.

Welche Pflanzen mögen dunkle Standorte?

Natürlich gibt es Pflanzen, die nicht nur mit wenig Sonne auskommen, sondern indirektes Licht bevorzugen. Dazu gehört das Einblatt oder auch Spathiphyllum.

Das Einblatt zeichnet sich durch ein tiefes Blattgrün und schmale, elegante weiße Blüte aus. Im Topf ist das Wachstum stark eingeschränkt, was gut ist, denn so kannst du es besser kontrollieren. Aber bei meinem Besuch im Botanischen Garten Berlin habe ich dieses ausgewachsene Einblatt-Exemplar gefunden. Nur für den Fall, dass ihr euch gefragt habt, wie groß ein Einblatt in freier Natur werden kann. Ziemlich riesig.

Wie man auf dem Foto sehen kann, braucht Spathiphyllum ein wenig Raum. Im Botanischen Garten Berlin steht es ohne allzu engen Kontakt zu anderen Pflanzen. Deshalb wird es bei mir auch alleine stehen. Der Raum zwischen den Pflanzen ist übrigens wichtig.

Die meisten meiner Pflanzen mögen keinen direkten Kontakt zu anderen Pflanzen. Früher hatte ich alle meine grünen Mitbewohner auf einer Kommode stehen und es tat keiner Pflanze gut. Dann habe ich sie auf den Boden vor der Kommode verteilt und eine auf die Fensterbank in der Küche ausgelagert und plötzlich konnten sie gar nicht mehr an sich halten und sind förmlich explodiert.

 

Stell deine Pflanzen also nicht zu dicht, sonst wachsen sie nicht richtig.

 

Zurück zu meinem neuen Mitbewohner, dem Einblatt.

Nur weil das Einblatt indirektes Licht bevorzugt heißt es nicht, dass es im Dunkeln stehen möchte. Indirektes Licht hießt immer noch: Licht. Und das sollte dein Einblatt schon ausreichend bekommen. Ein Nord- oder Ostfenster eignet sich hervorragend als Standort für das Einblatt, denn dies ist hell, aber ohne direktes oder nur wenig direktes Sonnenlicht, welches die Blätter austrocknen könnte.

Wie gieße ich ein Einblatt richtig?

Das Einblatt stammt aus den tropischen Gebieten Amerikas oder vom Westrand des Pazifiks, daher mag das Einblatt eine regelmäßige Bewässerung. Das ist eigentlich auch schon alles, was man falsch machen kann, denn regelmäßig heißt nicht täglich.

Um sicher zu gehen, dass du dein Einblatt nicht übergießt, solltest du eine Zeit lang die Erde befühlen: Ist sie angetrocknet, kannst Du nachgießen. Das kann von Standort zu Standort je nach Luftfeuchtigkeit variieren. Wenn du herausgefunden hast, wie schnell die Erde antrocknet, kennst Du schon die Bewässerungsvorliebe deines Einblatts.

Jetzt stellt sich für mich nur noch die Frage, welchen Topf mein Spathiphyllum bekommen soll. Noch habe ich nicht das Richtige gefunden.

Hast du Fragen zur richtigen Pflege deiner Pflanzen? Dann stelle deine Frage in der Kommentarleiste.

  1. Hihi, meins war auch vom Schweden, es ist mit den Jahren immer dicker geworden, bis es keinen größeren Topf für’s Wohnzimmer mehr gab. Ich habe es mit dem Messer in 4 Teile geschnitten und einen wieder eingepflanzt. Das ging auch nicht lange gut, es mickerte nur noch. Jetzt habe ich einen viel kleineren Ableger von der Pflanze in einen kleinen Topf gepflanzt. Leider blüht es immer noch nicht.
    VG
    Elke

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