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18 vor 2018: Zum Jahresende im Produktivitäts-Stress

Eigentlich bin ich keine Freundin des neuen Produktivitäts-Wahns. Überall begegnet mir dieses Thema, in jedem sozialen Netzwerk, auf jedem Blog bekommt man Tipps dafür, wie man produktiver sein kann. Da bin ich raus.

Dieser Druck, immer mehr Tätigkeiten in seiner Zeit unterzubringen – woher kommt eigentlich diese Vorstellung, man müsse auch seine Freizeit durchstrukturieren? Es heißt doch Freizeit. Viele übersetzen das mit „Zeit zur freien Einteilung“, also wieder Struktur, aber Freizeit kann genauso gut heißen, Zeit frei zu haben und sie mal mit gar nichts zu verplanen.

Weshalb ich aber dennoch eine kurze To-do-Liste gen Jahresende anlege ist, weil Fristen dafür sorgen, dass ich Dinge nicht nur tatsächlich, sondern auch schnell erledige. Denn seit einigen Monaten brennen mir ein paar Dinge unter den Nägeln, die der Fertigstellung bedürfen. Und da ich innerhalb der nächsten 3 Monate ein persönliches Projekt angehe, habe ich hier alles aufgelistet, was diesem nicht direkt entgegensteht, aber dafür sorgt, dass ich abgelenkt bin.

Das ist meine 18 vor 2018-Liste „light“

  1. Papier aussortieren
  2. Ein Buch weiterschreiben (bis es ein vorlegbares Konzept wird)
  3. Meinen Besitz weiter reduzieren (im Rahmen meines 2013 begonnenen Aussortier-Prozesses)
  4. 3 Blogartikel schreiben (das hier wäre No.1, also: check!)

Das klingt nach wenig, ist aber sehr sehr viel. Ich habe auch schon zwei Sachen vorher aussortiert und in den Januar verschoben, es wäre nicht machbar gewesen. Denn woran scheitern Vorhaben? An unrealistischer Zielsetzung und falscher Planung. Deshalb ist 18 vor 2018 in Reinform, also 18 Aufgaben erledigen oder 18 Ziele erreichen vor Jahreswechsel, keine gute Idee.

Das gute an 18 vor 2018 ist aber, dass es den Neujahres-Vorsatz vorweg nimmt. Diese scheitern auch meist kläglich innerhalb der ersten Wochen des neuen Jahres. Was aber auch bestimmt daran liegt, dass der Jahreswechsel im Winter ist, noch bevor der Winter so richtig loslegt. Mit dem Rauchen aufhören oder Abnehmen würden besser funktionieren, wenn wir an Silvester 20 Grad und Sonnenschein hätten. Wobei – Dank des Klimawandels können wir das ja vielleicht tatsächlich bald haben. Ist ja nicht alles schlechter heute.

Habt ihr Endjahres-Ziele? Wenn ja, freue ich mich über einen Kommentar.

Bis nächsten Mittwoch,