Minimalismus | Morgenseiten/ Bullet Journal

Vorsätze-Fazit April: Minimalismus, KonMari und Kreativität

25. April 2018

Was war los im wechselhaften Monat April? Nun, bei mir war es gar nicht so wechselhaft. Meine Minimalismus-Aktion erreichte um den Monatswechsel einen Höhepunkt.

 Noch steht das große Auszählen an, aber ich kann schon mal grob schätzen, dass ich über 2000 Dinge aussortiert habe. Leider habe ich noch nicht alles entsorgt, aber gen Ende Mai wird alles abgeholt. Dann ist endlich auch meine Kammer frei.

Aber schon jetzt erfreue ich mich jeden Abend daran, wenn ich im Flur das Licht ausschalte, dass der Hall des Knipsens mir vermittelt, wie viel Platz ich eigentlich gewonnen habe. Mir war zwar immer bewusst, dass meine Wohnung groß ist, aber wie viel Raum ich habe, wird mir erst jetzt klar.

Wie Minimalismus Kreativität fördert

Aber nicht nur physisch steht mir jetzt mehr Raum zur Verfügung. Auch mental. Ich habe diesen Monate mehrere Teile genäht und repariert, weil ich endlich die Energie dazu hatte. Gezeichnet habe ich auch, wie man am Titelbild sieht. Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Minimalismus und Kreativität Hand in Hand gehen.

Mehrfach habe ich meine Schubladen umsortiert und ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber ich finde nun endlich alles auf Anhieb. Keine Wühlerei mehr. Auch habe ich meine Bücher nach der KonMari-Methode in meinen Kleiderschrank geräumt und auf 30 Stück reduziert. Klingt komisch, aber was dann passierte war, dass mein Wohnzimmer noch ruhiger wirkte und meine Pflanzen besser zur Geltung kamen. Dabei fiel mir auf, dass es einigen gar nicht so gut geht. Der Blick auf meine Bücher hatte den Blick auf meine Pflanzen versperrt. Kaum war ich mir dessen bewusst, haben sie eine Extraportion Pflege und Dünger bekommen. Nur der Wasserspinat macht mir Sorgen. Aber an zu wenig Licht ändert auch die beste Pflege nichts.

Jetzt steht noch ein wenig Feinschliff an, so viele kleine Dinge sammeln sich überall an, ein Stapel Papier und meine Kiste mit Memorabilia. Es ist mein erklärtes Ziel, dass meine Erinnerungen in einen Schuhkarton passen sollen. Meine derzeitige Schachtel ist etwa doppelt so groß, da muss ich also noch mal ran.

Apropos Schuhkartons: Was ich an der KonMari-Methode unter anderem so mag ist, dass sie keine weiteren Produkte promoten will. Die wichtigsten Helfer sind Schuhkartons, die man zum Unterteilen von Schubladen nimmt. Da man diese ja meistens eh im Haus hat, kann man die KonMari-Methode in diesem Punkt nicht kritisieren. Das Einzige, was vielleicht nicht so gut funktioniert ist die Erkenntnis, dass man mehrere Durchläufe braucht, um wirklich sensibilisiert zu sein für das, was einem Freude bereitet und bleiben darf. Man hat nämlich stets die Tendenz, Dinge zu behalten, die sich neutral anfühlen. Nach fast 3 Monaten Minimalismus weiß ich aber jetzt: Ist es kein klares „JA“, ist es ein „Nein“.

9k Digital Detox

Nachdem meine physischen Dinge reduziert und neu organisiert sind, ist es Zeit für einen weiteren wichtigen Teil meines Besitzes: digitale Dateien. Da ich tendenziell gerne alles mehrfach abspeichere, hat sich innerhalb der 5 Jahre, die ich meinen Laptop habe, so einiges angesammelt. Und das muss einfach in Ordnung gebracht werden. Die meisten Dateien brauche ich nicht. Deshalb ist das Ziel dieses Detox: Innerhalb eines Monats möchte ich 9.000 Dateien entsorgen. Und es sieht aus, als würde ich es schaffen, noch sind es ja ein paar Tage hin bis zum Monatsende.

Morgenseiten und Abendseiten

Wie schon dem Titel dieses Artikels und meinen älteren Beiträgen entnommen werden kann, schreibe ich seit dem 01.01.2018 Morgenseiten nach Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“. Das mache ich, um den Aussortierungsprozess zu unterstützen und um mein Buch schneller fertig schrieben zu können.

Hinzu sind allerdings noch Abendseiten gekommen, die ich derzeit sporadisch schreibe, was ich im kommenden Monat regelmäßig tun möchte. Abendseiten sind im Gegensatz zu den Morgenseiten kein automatisches Schreiben, sondern eher wie eine Meditation, in der ich mich auf eine gute Nacht einstimme.

Es gibt aber auch Dinge, die noch nicht so gut laufen. Dazu zählen zum Beispiel Putz-Routinen. Was aber auch daran liegen kann, dass ich während des Aussortierens täglich geputzt habe. Und gestrichen. Und gespachtelt.

Bist Du schon im Aufräum-Fieber? Oder lässt dich Minimalismus kalt? Schreib es in die Kommentare 🙂

Bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

Lies hier alles über meine Entwicklung zur Minimalistin nach.

Hier geht es zu meinen veganen Rezepten.

  1. Carla,
    ein wunderbarer Artikel – ob nun Konmari Methode, oder wie ich es nenne: Feng Shui. Jedes Feng Shui beginnt mit Aufräumen und Ausmisten. Hast du dann Platz, kannst du Deine Wohnung danach mit den Elementen des Feng Shui gestalten. Super wichtig wäre der Raum, an dem du kreativ bist. Bei mir sind das sogar mehrere Orte. Für Feng Shui muß man kein Fachmann sein.
    Eines hast du auch erkannt das JAIN 🙂 Denn nicht alles passt auf alle Personen. Bin gespannt, wie und ob es da bei Dir weitergeht. VLG Marion

  2. Liebe Carla,
    das ist ein sehr schöner Artikel. Ich persönlich habe mich noch nicht so sehr mit Minimalismus beschäftigt. Aber wie du es beschreibst, klingt es wirklich sehr befreiend und Kreativitäts fördernd. Ich sollte langsam auch mal anfangen auszumisten. Danke für die Inspiration.

    LG Sophia

  3. Hallo Carla,
    da kann ich mir ernsthaft ne große Scheibe abschneiden von Dir! Ich versuche es immer wieder, meine „Kram“ zu minimalisieren, irgendwie gelingt es mir nicht wirklich! Bei dem Thema Schuhkartons musste ich jetzt lachen, die sammle ich nämlich auch gern, vielleicht erfüllen sie so endlich ihren Zweck!
    LG Antje

    1. Hallo liebe Antje, ich kann es wirklich nur empfehlen. Die Kartons strukturieren alles so schön vor, gerade wenn man viele kleine Dinge in großen Schubladen unterbringen muss. Liebe Grüße, Carla

  4. Mit deinem Beitrag steckst du mich auf jeden Fall ein wenig mit dem Minimalismus Fieber an 😉 vor allem digital detox wäre bei mir auch mal angesagt! Ein schöner pro Minimalismus Beitrag und vor allem, dass ein Minimalistisches Leben die Kreativität fördern kann, finde ich super!

    Liebe Grüße, Kay.

  5. ohh ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, dass Minimalismus die Kreativität födert, weil man eben einfach nicht so abgelenkt ist … wenn es bei mir nicht aufgeräumt ist, bin ich in meiner Produktivität auch direkt eingeschränkt 😉

    die Idee mit den Büchern im Kleiderschrank finde ich klasse – mache ich (unabsichtlich) sowieso schon, weil ich in meinem Appartement keinen anderen Platz habe 😀

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina

    1. Das finde ich interessant, denn die meisten Menschen entdecken diese Option erst mit der KonMari-Methode – und können sich nicht so recht damit anfreunden. Ich finds auch toll. Habe meine Bücher an dem Ort, an dem ich lese: abends im Bett. Liebe Grüße, Carla

  6. Hej Carla,
    Ich finde es sehr inspirierend, dass du uns an deinem Aussortieren und Ausmisten teilhaben lässt. Ich finde, für mich persönlich steht im Sommer auch so ein Daten-Detox und Wohnung Aussortieren an 💙
    Liebe Grüße Johanna
    Garteneuphorie

    1. Hey liebe Johanna, dann viel Erfolg dabei. Das Wetter soll ja wieder etwas kühler werden, da kann man sich für ein paar Stunden aus dem Garten zurück ziehen, ohne schlechtes Gewissen 😉 Liebe Grüße, Carla

  7. Finde deinen Ansatz wirklich gut. Es ist wichtig, sich von Dingen zu trennen, die uns unnötig belasten oder sogar stressen. Ich trenne ich mich auch regelmäßig von Sachen… Ob Bücher, Kleidung oder sogar Menschen, die mir schaden… Da habe ich schon zu viel durch.

    Alles liebe

  8. Spannendes Thema.
    Ich habe letztens im Büro mal wieder den Minimalismus rausgelassen und einiges weggeworfen um wieder einen schönen freien Schreibtisch zu haben. Ich merke wie ich besser arbeiten kann an so einem Spot, daher kann ich mir gut vorstellen, dass deine Kreativität gefördert wird.

    Aber meine Bücher könnte ich nie in den Kleiderschrank tun. Ich bin voll pro Minimalismus, nur hier muss ich passen. Sie machen mich einfach zu glücklich um sie nicht täglich zu sehen

    Liebe Grüße Anni

    1. Hallo liebe Anni, ja, das mit den Büchern im Kleiderschrank fand ich erst auch ziemlich merkwürdig. Aber als ich es dann eingeräumt hatte, gefiel es mir wahnsinnig gut. Auch weil ich meistens abends lese und dann direkt vom Bett zum Buch kann. Aber wer weiß, ob ich das immer so haben werde. Jetzt gerade finde ich es sehr angenehm. Liebe Grüße, Carla

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