Minimalismus Morgenseiten/ Bullet Journal

Vorsätze-Fazit April: Minimalismus, KonMari und Kreativität

Was war los im wechselhaften Monat April? Nun, bei mir war es gar nicht so wechselhaft. Meine Minimalismus-Aktion erreichte um den Monatswechsel einen Höhepunkt.

 Noch steht das große Auszählen an, aber ich kann schon mal grob schätzen, dass ich über 2000 Dinge aussortiert habe. Leider habe ich noch nicht alles entsorgt, aber gen Ende Mai wird alles abgeholt. Dann ist endlich auch meine Kammer frei.

Aber schon jetzt erfreue ich mich jeden Abend daran, wenn ich im Flur das Licht ausschalte, dass der Hall des Knipsens mir vermittelt, wie viel Platz ich eigentlich gewonnen habe. Mir war zwar immer bewusst, dass meine Wohnung groß ist, aber wie viel Raum ich habe, wird mir erst jetzt klar.

Wie Minimalismus Kreativität fördert

Aber nicht nur physisch steht mir jetzt mehr Raum zur Verfügung. Auch mental. Ich habe diesen Monate mehrere Teile genäht und repariert, weil ich endlich die Energie dazu hatte. Gezeichnet habe ich auch, wie man am Titelbild sieht. Ich kann also mit Fug und Recht behaupten, dass Minimalismus und Kreativität Hand in Hand gehen.

Mehrfach habe ich meine Schubladen umsortiert und ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber ich finde nun endlich alles auf Anhieb. Keine Wühlerei mehr. Auch habe ich meine Bücher nach der KonMari-Methode in meinen Kleiderschrank geräumt und auf 30 Stück reduziert. Klingt komisch, aber was dann passierte war, dass mein Wohnzimmer noch ruhiger wirkte und meine Pflanzen besser zur Geltung kamen. Dabei fiel mir auf, dass es einigen gar nicht so gut geht. Der Blick auf meine Bücher hatte den Blick auf meine Pflanzen versperrt. Kaum war ich mir dessen bewusst, haben sie eine Extraportion Pflege und Dünger bekommen. Nur der Wasserspinat macht mir Sorgen. Aber an zu wenig Licht ändert auch die beste Pflege nichts.

Jetzt steht noch ein wenig Feinschliff an, so viele kleine Dinge sammeln sich überall an, ein Stapel Papier und meine Kiste mit Memorabilia. Es ist mein erklärtes Ziel, dass meine Erinnerungen in einen Schuhkarton passen sollen. Meine derzeitige Schachtel ist etwa doppelt so groß, da muss ich also noch mal ran.

Apropos Schuhkartons: Was ich an der KonMari-Methode unter anderem so mag ist, dass sie keine weiteren Produkte promoten will. Die wichtigsten Helfer sind Schuhkartons, die man zum Unterteilen von Schubladen nimmt. Da man diese ja meistens eh im Haus hat, kann man die KonMari-Methode in diesem Punkt nicht kritisieren. Das Einzige, was vielleicht nicht so gut funktioniert ist die Erkenntnis, dass man mehrere Durchläufe braucht, um wirklich sensibilisiert zu sein für das, was einem Freude bereitet und bleiben darf. Man hat nämlich stets die Tendenz, Dinge zu behalten, die sich neutral anfühlen. Nach fast 3 Monaten Minimalismus weiß ich aber jetzt: Ist es kein klares „JA“, ist es ein „Nein“.

9k Digital Detox

Nachdem meine physischen Dinge reduziert und neu organisiert sind, ist es Zeit für einen weiteren wichtigen Teil meines Besitzes: digitale Dateien. Da ich tendenziell gerne alles mehrfach abspeichere, hat sich innerhalb der 5 Jahre, die ich meinen Laptop habe, so einiges angesammelt. Und das muss einfach in Ordnung gebracht werden. Die meisten Dateien brauche ich nicht. Deshalb ist das Ziel dieses Detox: Innerhalb eines Monats möchte ich 9.000 Dateien entsorgen. Und es sieht aus, als würde ich es schaffen, noch sind es ja ein paar Tage hin bis zum Monatsende.

Morgenseiten und Abendseiten

Wie schon dem Titel dieses Artikels und meinen älteren Beiträgen entnommen werden kann, schreibe ich seit dem 01.01.2018 Morgenseiten nach Julia Camerons „Der Weg des Künstlers“. Das mache ich, um den Aussortierungsprozess zu unterstützen und um mein Buch schneller fertig schrieben zu können.

Hinzu sind allerdings noch Abendseiten gekommen, die ich derzeit sporadisch schreibe, was ich im kommenden Monat regelmäßig tun möchte. Abendseiten sind im Gegensatz zu den Morgenseiten kein automatisches Schreiben, sondern eher wie eine Meditation, in der ich mich auf eine gute Nacht einstimme.

Es gibt aber auch Dinge, die noch nicht so gut laufen. Dazu zählen zum Beispiel Putz-Routinen. Was aber auch daran liegen kann, dass ich während des Aussortierens täglich geputzt habe. Und gestrichen. Und gespachtelt.

Bist Du schon im Aufräum-Fieber? Oder lässt dich Minimalismus kalt? Schreib es in die Kommentare 🙂

Bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

Lies hier alles über meine Entwicklung zur Minimalistin nach.

Hier geht es zu meinen veganen Rezepten.