Traumgarten

Fallstudie #1: Garten-Makeover mit Mikro-Budget

„Da wächst gar nichts in der Ecke. Knochentrocken ist die. Und keine Sonne.“ M klingt schon am Telefon sehr unzufrieden mit ihrem Problembeet. Anfang Juni soll ich zu ihr kommen und ihr dabei helfen, das lange schmale Stück vor dem nachbarlichen Zaun umzugestalten. Schon seit einiger Zeit beklagt sich M darüber, dass an dieser einen Seite ihrer ansonsten sonnenverwöhnten Terrasse einfach nichts so richtig gedeihen will. Wie man solche schwierigen Ecken im Garten gestaltet und wie man mit einem Mikro-Budget dem Garten ein Facelifting verpasst, erfährst Du in dieser Fallstudie.

M hat mit ihrem Garten, der zu ihrer Mietwohnung gehört, bisher immer ganz gute Ergebnisse erzielt, auch ohne viel Aufwand. Das liegt nicht zuletzt an den uralten Rosenstöcken und üppig wuchernder Hundsrose, die sie von ihrem Vorgänger übernommen hat und die ihren Teil des Gartens einrahmen und vor Blicken schützen. Nachdem sie die Erde mühselig aufgebaut hat, muss sie lediglich Schnecken in Schach halten und in der größten Hitze gießen, dafür aber kann sie dann monatelang die rote, pinkfarbige und hellgelbe Blütenpracht genießen. Nein, beschweren kann sie sich grundsätzlich gar nicht, wir haben schon die ausschweifendsten Grillparties auf dieser Terrasse gefeiert und das ohne die Nachbarn zu stören. Die Lage ist einfach perfekt. Der Boden ist mittlerweile nach einigen Jahren des Aufbaus in gutem Zustand. Nur diese eine Ecke will einfach nicht so recht.

So sah Ms Garten vorher aus. Die Pflanze, die wir versetzt haben, sind farbig, ebenso die Pflanzen, die wir hinzugekauft haben.

Wie man sieht, sind die Farbtupfer noch nicht gleichmäßig verteilt. Das wird sich aber ändern 🙂

Als ich ihre Antwort auf meine Frage nach der Bodenbeschaffenheit und Sonneneinstrahlung bekomme, rücke ich kurz meine imaginäre Brille zurecht und stelle die Diagnose: Ms Gartenecke leidet unter trockenen Schatten.

Gartenpflanzen für trockene Schatten

Ich fühle mich herausgefordert. Keine Ecke muss unbepflanzt bleiben, das ist mein Grundsatz. Also recherchiere ich tagelang, was man in die angeblich trockene und schattige Ecke pflanzen könnte. Nicht alles ist derzeit zu bekommen, das ist klar. Aber so ein paar Grünpflanzen und vielleicht sogar eine Astilbe, die den Zaun teilweise überdeckt, das wär`s doch!

Folgende Pflanzen standen auf meiner Liste:

  • Brunnera (Vergissmeinnicht), wegen des schönen Blattgrüns und der zarten blauen Blüten
  • Euphorbia (Wolfsmilch), wegen der Höhe und des intensiven Grüngelbs
  • Geranium (Strochenschnabel), wegen der zarten rosafarbigen Blüten
  • Epimidium (Elfenblume), wegen der spacigen Blüten
  • Astilbe (Prachtspiere), wegen der Höhe und der fluffigen Blüten
  • Heuchera (Zottiges Silberglöckchen), wegen der Auswahl an unterschiedlichen Blattfärbungen

Alle Pflanzen kannst du natürlich auch auf dem Balkon in Kübeln halten. Oder du entscheidest dich für einen Farn.

Storchenschnabel Geranium pink
Storchenschnabel aus dem Botanischen Garten Berlin.

Zusätzlich nehme ich noch ein paar andere Namen auf, man weiß ja nie, was man im Gartencenter bekommt. Und vor allem weiß ich nicht, was gerade schon da ist in Ms Garten. Vor Wochen hatte sie sich nämlich einen Teich angelegt und begonnen, diese Ecke liebevoll zu bepflanzen mit Lilien, die aber bereits verblüht sind.

Nachmittag 1: Die Standortbestimmung vor Ort

Es ist früher Abend und wir begehen nach meiner Ankunft die Terrasse. Die Abendsonne scheint genau in die ungeliebte Ecke. „Aber Du hast doch Sonne“, sage ich. „Ja, aber das reicht doch nicht.“ Ich werde skeptisch. Sollte ich mich vertan haben? Ich mache mir mental einen Reminder an das Kriterium Sonneneinstrahlung und befühle die Erde. „Ist aber ganz schön feucht hier.“ „Findest Du?“ fragt M. “Ja, allerdings. Schau mal, wie dunkel die Erde am Ende des Beets ist. Du hast keinen trockenen Schatten.“ M schaut mich verwirrt an. „Du hast hier ein halbschattiges Sonnenbeet mit intensiver Nachmittagssonne und hoher Bodenfeuchtigkeit. Was Du hier reingesetzt hast, möchte vermutlich keine feuchten Füße.“ Innerlich werfe ich gerade mein gesamtes Konzept über den Haufen. So viel warme Nachmittagssonne, die ja in den letzten Wochen unerwartet früh die Temperaturen in die Höhe getrieben hat und dazu noch feuchter, sandig-lehmiger Boden – M hat hier gar keine Problemecke. Und auch kein richtiges Budget. Da brauchen wir etwas Zeit und ein wenig Glück und eine gut geplante Investition von unter 25 Euro.

Garten gestalten low budget vorher

Wenn es mir nun gelänge, ihr ein paar gute Ideen zu vermitteln, dann würden wir mit minimalem finanziellen Einsatz zu einem guten Ergebnis kommen. „Was ist denn mit dieser prachtvollen Astilbe auf der gegenüberliegenden Seite?“ frage ich. „Ach Gott, das olle Dinge, ich hatte ja keine Ahnung, was das werden würde. Steht jetzt so nah am Hibiskus, ich finde das einfach schrecklich! So 70er… Dann eher nochmal eine Hortensie.“ „Oder einen Lavendel“, bringe ich zaghaft an und bin erstaunt über die heftige Reaktion – ich finde Astilben nämlich ganz großartig.

Astilbe Prachtspiere Rosa
Hier steht die Astilbe noch im Teichbeet und lugt hinter dem Hibiskus hervor.

Die Astilbe (Prachtspiere) passt vermutlich nicht in ihre Farbvorstellung, denn unter den idealen Wachstumsbedingungen hat sie dicke Büschel aus flauschigen rosafarbigen Blütenständen ausgebildet. Diese Landgarten-Optik ist nicht nach Ms Geschmack, dagegen kann man nichts machen. Wohl aber gegen das Arrangement. Und vielleicht kommen wir ja günstig an eine zweite Hortensie. „Was ist das denn, ein Orgeano?“ frage ich beim Anblick eines wild wuchernden Krautgewächses, dass sich anscheinend pudelwohl fühlt und einen prima Bodendecker hergeben würde. „Keine Ahnung, das wuchert da so rum.“ Ihr Herz hängt also nicht daran, das bedeutet, dass ich ihr vorschlagen kann, das Wucherkraut nach unten in den feuchten Teil zu setzen, wo es sich ruhig ausbreiten darf. Dann sieht die Ecke nicht mehr so trocken aus.

Learning des 1. Nachmittags:

Ms Problembeet

  • oben trocken und unten mit Staunässe,
  • halbschattig mit intensiver Nachmittagssonne,
  • gar kein Problembeet, sondern ideal für ein paar robuste Stauden, offensichtlich geeignet für Hortensien, denn es wächst ja schon eine da, und den Rest muss der Zufall besorgen und uns ein paar nette Pflänzchen für wenig Geld vor die Füße spülen,
  • vielleicht der neue Standort für die verhasste Astilbe vom gegenüberliegenden Teichbeet?

Meine Ideen für die Umgestaltung:

  • Die rosafarbige Astilbe umpflanzen und hoffen, dass sie die Nachmittagssonne verträgt,
  • eventuell könnte sich hier Lavendel wohlfühlen,
  • Feuchtgebietsliebhaber wie Minzen hinzusetzen,
  • das merkwürdige Krautgewächs soll sich im feuchten Teil des Beets beweisen,
  • dazu ein paar Garben, damit Höhe ins Beet kommt und den Zaun überdeckt.

Bunte Garben für trockene Ecken

Seit Wochen warte ich darauf, dass mein hiesiger Pflanzenanbieter endlich Garben anbietet. Ich finde ihre Optik einfach toll: Fiedriges Blattgrün, dazu die großen und dennoch leichten Blütenteller (genannt Scheindolden), auf denen sich Schmetterlinge und Bienen gleichwohl niederlassen. Im Winter dann die vetrockneten Blütenstände, die sich vor zugeschneiten Büschen abheben und Vögeln Nahrung liefern – es spricht eigentlich nichts gegen Garben. Es muss nur die richtige Sorte sein.

Die meisten Garbenarten brauchen eine gute Drainage, das ist an diesem Standort im oberen Beetteil gegeben. Auch sollte die Sonneneinstrahlung ausreichen. Da es sich um einen Lehm-Sand-Boden im Problembeet handelt, brauchen wir da nichts weiter hinzuzugeben. Aber M sträubt sich erst, eine Garbe dort einzusetzen. Ich kann sie aber dazu überreden, sich im Gartencenter wenigsten mal eine von mir zeigen zu lassen. Ich hoffe, dass ich sie mit einer feinen, weißen Garbe überzeugen kann.

Wir beginnen mit der Astilbe. Mit ein paar Spatenstichen ist sie dem Teichbeet enthoben und ins Problembeet versetzt. M scheint sichtlich erleichtert: „Sieht gar nicht mal so doof aus neben der Hortensie“.

Die Astilbe steht ganz oben im trockenen Teil des Problembeets.

Und irgendwie kommt die Sache dadurch ins Rollen. Wir versetzen den Hibiskus vom Zentrum des Teichbeets an die Seite, sodass er bei zunehmender Größe die Regentonne verdecken wird. Ein schöner Nebeneffekt. Auch der halb vertrocknete und von Schnecken zerfressene Basilikum aus dem Eßbeet hinter den Rosen wird umgepflanzt, und zwar direkt hinter die Astilbe. „Ich geb ihm nochmal eine Chance, und wenn er da so steht, stört mich das auch gar nicht mehr“, sagt M. „Dazwischen würde sich ein Lavendel gut machen“, erwidere ich, stoße aber auf taube Ohren.

Der Grundstein wäre gelegt. Die folgenden zwei Stunden beraten wir uns, was wir morgen im Gartencenter kaufen wollen und was wohin versetzt werden könnte.

 Glück im Gartencenter

Nachmittag 2: Wir fahren ins Gartencenter und laufen stundenlang durch Reihen aus Gräsern, Gehölzen und Blüten, bevor wir uns tatsächlich entscheiden können. Zu meiner Überraschung steht M plötzlich mit einer knallpinkfarbigen Schafgarbe vor mir: „Guck mal, die würde sich doch gut machen.“ Ich bin zurecht überrascht. Hatte M gestern noch skeptisch geguckt, als ich das Wort „Schafgarbe“ überhaupt in den Mund nahm, scheint sie heute von den knalligen Pflänzchen überzeugt. Für unter drei Euro und mit bereits 4 offenen Blüten kann man sich auch wirklich nicht beklagen.

Schafgarbe Pink im Beet

Wir finden außerdem einen pastellfarbigen Gaudich (Isotoma fluviatilis), eine uns noch unbekannte einjährige Pflanze mit lilafarbigen Blüten und eine köstlich duftende Marrokanische Minze. Auch zu 2 sehr günstigen Waldsteinien kann ich M überreden: „Die habe ich selbst auf meinem Balkon. Absolut robust, brauchen wirklich gar kein Licht. Und kosten auch nur 1,29.“ Sie guckt zwar etwas skeptisch, aber das Foto auf dem Schild verspricht einen Teppich aus gelben Blüten. Sie landen mit im Einkaufskorb, mal sehen, ob sie mit der Staunässe klarkommen. „Wir könnten auch noch einen Lavendel mitnehmen“, bringe ich an, aber M ist nicht überzeugt und so bleibt der Lavendel im Laden.

Im Garten angekommen wird das unbekannte Krautgewächs mitten in den Staunässe-Teil versetzt. So robust wie es sich bisher verhalten hat, kann es nun seine Aufgabe als krautiger Bodendecker erfüllen.

„Meine Dahlien und die Rudbeckia sind hier noch gar nicht aufgegangen“, M befürchtet, dass die Staunässe ihnen nicht bekommen ist. „Ich glaube, das ist nicht der Ort für die Rudbeckia. So feucht mag die das doch gar nicht,“ entgegen ich. Also rutscht die Rudbeckia, nachdem wir uns überzeugt haben, dass die Staunässe sie nicht ruiniert hat, 1,5 m nach oben in den trockenen Teil des Problembeets und wird dann hoffentlich bald neben der Garbe ein toller Farbtupfer, den man auch vom Küchenfenster aus sehen kann. Die Minze soll die Kräuterauswahl im Essbeet erweitern wird dementsprechend dorthin gepflanzt.

Zuletzt setze ich die Erbeeren vom Teichbeet in das Essbeet. Dort sollen sie schön wuchern und Ms Tochter den Sommer versüßen. In einem Jahr sollte der Boden hinter den Rosen dann nicht mehr so leer aussehen, wie man auf dem Foto oben ja noch gut erkennen kann.

Learning des 2. Nachmittags:

  • Allzu feste Vorstellungen bringen leider gar nichts. Improvisation hingegen eröffnet neue Möglichkeiten.
  • Der Standort kann eine Pflanze in einem neuen Licht erscheinen lassen, und andersherum.

Das Mysterium der tanzenden Hortensie

An Nachmittag 3 freuen wir uns immer noch darüber, dass die Schafgarbe so toll ins Problembeet passt. Ihr intensives Magentapink sieht man schon vom Küchentisch aus leuchten, und das auf mindestens 10m Luftlinie. Aber das Beet ist immer noch etwas lückenhaft.

Trotz großer Nachmittagshitze entdecken meine von der Sonne geröteten Augen später im Supermarkt genau das, worauf wir zu Beginn gehofft hatten: eine günstige Hortensie in Zartrosé. Auf 2 Euro runtergesetzt, weil die Hitze und der Stand in der Sonne sie hat welken lassen. Na, so ein Glück aber auch. Wir packen das Pflänzchen ein und freuen uns diebisch darüber. Eine zweite Hortensie wird die erste Hortensie im Problembeet sehr gut ergänzen und nimmt außerdem die Farbe der Astilbe wieder auf. Besser hätte es nicht laufen können. Außer vielleicht, dass man noch mal einen Lavendel mitgepflanzt hätte, aber was soll`s.

Die neue Hortensie für das Problembeet.

Im Garten angekommen machen wir uns sofort daran, die Hortensie einzusetzen und allen anderen Beeten den vorerst letzten Schliff zu verpassen. Die Pfingstrose aus dem Eßbeet kommt neben den Teich. Neben den Kräutern wirkte sie nur allzu verloren. Im nächsten Frühjahr, darauf kann sich M verlassen, wird das eine traumhaft schöne Optik ergeben: Wasser und allerfeinster Blütenkitsch, so muss das sein.

Ein rotes Habichtskraut aus dem Rosenbeet kommt auf die Teichseite, wo es als Bodendecker die Lücke zwischen Hibiskus und Pfingstrose füllen soll.

Noch wuchert das Habichtskraut vor den Rosen.

Der hinter den Rosen versteckte Digitalis, insgesamt sind es drei, aber nur einer trägt gerade Blüten, wird hinter den Hibiskus in die sanfte Morgensonne im Teichbeet gepflanzt. Ich kann mir schon jetzt ausmalen, wie er dort an seinem neuen Standort aufblühen und im nächsten Frühjahr für eine tolle Waldgarten-Optik sorgen wird. Schon jetzt sieht er vor dem Efeu einfach schön aus.

Am Ende dieses hitzigen Tages setzen wir uns auf die Bank und werfen den Grill an, als plötzlich die neue Hortensie anfängt zu wackeln – und das nicht zu knapp. Erst halte ich es für Wind, aber da ich 3m daneben nichts spüre, schaue ich genauer hier: Die Hortensie tanzt.

Wir schleichen uns langsam, M mit einem Spaten und ich mit der Kamera bewaffnet an das Beet ran. Ein Maulwurf wird es wohl nicht sein, vielleicht aber eine Ratte oder eine Maus? Die wird doch wohl nicht etwa die Wurzeln anknabbern? M umfasst die Hortensie und zieht sie langsam heraus – wir blicken in ein leeres Erdloch. M beginnt in der Erde zu wühlen und die Erdbrocken zu zerkleinern, aber wieder finden wir nichts. War wohl ein Freudentänzchen. Dabei belassen wir es und stoßen an auf eine gelungen Gartenumgestaltung.

Zum Schluss kommt noch der Nachbar vorbei: „Wie das hier ausgesehen hat noch vor 2 Tagen, habt ihr schön gemacht.“ Muss ja auch dem Nachbarn gefallen, wenn man sich als Mieter einen Garten teilt.

Learning des 3. Nachmittags:

  • Pflanzen thematisch zu gruppieren bringt Ordnung in die Beete – und in den Kopf, der sie pflegt und später abernten will
  • Auch eine farbliche Ordnung kann für den gewünschten Schliff sorgen
  • Wenn Hortensien am richtigen Ort stehen, machen sie ein Freudentänzchen

Was der Zufall vor die Barfüße spült: Mulchen mit low budget

 Nachmittag 4: M kommt zur Tür herein und schwenkt eine Tüte in der Hand. „Guck mal, den findest Du doch so toll, hab ich für 2 Euro mitgenommen.“ In der Tüte befindet sich in bereits blühender Lavendel, den mir M unter die Nase hält. Hat mein Gejammer also doch geholfen. Ich bin felsenfest überzeugt, dass sie diese Investition nicht bereuen wird, ganz im Gegenteil.

Lavendel augustifoliaBeim Einsetzen des Lavendels ins Rosenbeet entdecken wir, dass der Basilikum neu austreibt und sogar eine Blüte hervorgebracht hat – und das in nur 2 Tagen.

Basilikum Blüte

Nach der Gartenarbeit machen wir einen erholsamen Ausflug an einen Bach. Dort waten wir durchs Wasser. Blauflügelige Prachtlibellen (Calopteryx virgo) begleiten uns vom Ufer aus. Leider waren sie so schnell, dass ich sie nur ganz schwer fotografieren konnte.

Da ich barfuß durch den Bach laufe, muss ich genau darauf achten, wohin ich meine Füße setze, damit ich nicht versehentlich auf etwas Spitzes trete.

Dabei fällt mir auf, dass im Flussbett schöne große flache Steine liegen. Ich hebe einen aus dem Wasser und zeige ihn M. Wir haben wohl gerade den gleichen Gedanken an das noch blank liegende Teichbeet. Die dunklen Steine würden einen prima Mulch ergeben und die langwierig aufgebaute Erde schützen. Zum Null-Tarif. Wir sammeln so viele Steine, wie zwei erwachsene Frauen an einem hochsommerlichen Tag tragen können und trollen uns schelmisch grinsend zum Auto.

Learning des 4. Nachmittags:

  • Der Zufall bringt manchmal die schönsten Ideen zutage.

Knallrote Lilie bringt Leben ins Teichbeet

Am fünften Tag planen wir die Verlegung der gesäuberten Schiefersteine, aber der Dauerregen macht uns einen Strich durch die Rechnung. Damit muss ich M leider alleine lassen, denn ich muss zum Zug. Wir sind sehr stolz auf unser Ergebnis. Ein Makeover mit 7 Pflanzen für nur 22 Euro, das soll uns erst mal einer nachmachen. Ich freue mich schon jetzt, wenn ich in eine paar Monate wieder komme und sehen kann, wie sich die Pflanzen entwickelt haben. Besonders die Garbe und der Lavendel.

Im Zug erreicht mich eine Nachricht: „Schau mal, hab ich für 2,50 Euro beim Discounter gefunden!“ M hat vielleicht ein Glück! Der Discounter ihres Vertrauens hat gerade Lilien im Angebot und sie hat eine feuerrote ergattert. Diese kommt wenig später neben den Teich.

Perfekt, jetzt hat sie das ganze Frühjahr über bunte Blüten am Teich, die ehemalige Problemecke wird nachziehen mit Hortensien und der nun ganz passenden Astilbe und das Essbeet wird grün und appetitlich sein. Und das alles für gerade mal 24,50 Euro!

So sieht Ms Garten nach unserer low budget Umgestaltung aus.
Nochmal zum Vergleich das Vorher-Bild.

Vielleicht kannst Du aus dem Fallbeispiel etwas für deinen eigenen Garten lernen. Wenn Du ein anderes Problem mit deinem Garten hast, freu ich mich auf deinen Kommentar.

Bis nächste Woche,

 

 

 

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