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Pflanze des Monats Juni: Schokoladenminze (Mentha x piperita var. piperita „Chocolate“)

11. Juli 2018

Minze UND Schokolade, und das rein pflanzlich ohne Zucker oder Kalorien – die Schokoladenminze hat den Titel redlich verdient.

Pfefferminze, Apfelminze, Spearminze, Erdbeerminze, Basilikumminze, Maroccanische Minze – Minzarten gibt es viele, aber nur diese eine hat das ganz gewissen Etwas: Die Rede ist von der Schokoladenminze. Als ich vor Jahren einen Schokladenminztee im Bio-Laden kaufte, konnte ich es zunächst nicht glauben. Aber es ist wahr. Es gibt Schokoladen-Produkte ohne Zucker und ohne Kalorien. Mein Leben nahm damit eine kulinarische Kehrtwende.

Nicht, dass ich groß herumexperimentieren würde. Das ist gar nicht notwendig. Der Tee der Schokoladenminze ist köstlich genug, aber das ein oder andere Rezept bin ich mir wahrscheinlich doch schuldig. Kommt Zeit, kommt Rezept.

Schokoladenminze vermehren

Minzen haben die Tendenz, sich invasiv auszubreiten, daher sollte sie im Topf gut zu kontrollieren und gleichzeitig einfach zu pflegen sein. Sie hat sich jedenfalls die letzten Wochen als sehr pflegeleicht entpuppt. Ich kann es kaum erwarten, bis sie genug Blätter zum Ernten ausgebildet hat. Denn dann gibt es Minzetee vom Balkon.

Die Schokoladenminze ist steril, bildet also keine Samen aus, man vermehrt diesen natürlich entstandenen Bastarde per Steckling oder durch Rhizom-Teilung. Ich habe meine frisch gekaufte Schokladenminze erst einmal in einen größeren Tontopf gepflanzt. Und genieße seitdem dieses köstliche „After Eight“-Aroma.

Ob sie den deutschen Winter überleben wird, werden wir noch sehen. Im späten Herbst wird die Pflanze bis auf ca. 5 cm zurück geschnitten und dann sollte man sie bei Frost in Laub oder Gartenvlies abdecken und umwickelt dabei direkt das Gefäß. An frostfreien Tagen muss sie gegossen werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass die Pflanze vertrocknet. Zunächst wird sie mir aber ausgiebig den Sommer versüßen.

Wirkung der Schokoladenminze

Die Wirkung der Schokoladenminze, mal abgesehen davon, dass ich sehr gute Laune von einem minzig-süßen Schokominz-Tee bekomme, ist ähnlich der anderer Minzen:

  • Krampflösend
  • Kühlend/fiebersenkend
  • Entzuüngunshemmend
  • Schmerzlindern
  • schleimlösend
  • nervenstärkend
  • antibakteriell
  • Nerven stärkend

Aber nicht nur medizinisch haben Minzen einiges vorzuweisen. Man denke nur an die vielen köstlichen durch Minze veredelten Produkte: Mojito, Schokolade, Eiscreme, Minzblätter (die Bonbons), Schokolinsen (die weißen), jede Menge Lutschpastillen, Hustenbonons, die Liste könnte ewig weitergeführt werden. Ohne Minze wäre unsere Geschmackspalette doch um einiges ärmer.

Vielleicht hast Du ja jetzt Lust bekommen, dir einen eigenen Schokoladenminz-Steckling zuzulegen, ich wünsche dir dabei viel Freude und literweise köstlichen Tee.

Gehörst Du auch zu den Minzfans oder wird dir ganz anders, wenn du nur das Wort „Minze“ hörst? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

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In 30 Tagen zur Minimalistin – geht das?

  1. Liebe Carla,
    Minzen sind ein tolles Thema – ich glaube ich muss demnächst auch mal meine im blog vorstellen: Lieben Dank für die Anregung☺!
    Ich bin sicher, dass Deine Schokominze den Balkonwinter übersteht. Je größer der Pott allerdings umso besser. Hast Du schonmal Orangenminze ausprobiert? Ich bin ja kulinarisch längst nicht so begabt wie Du, aber ich liebe es, an meiner den scharf fruchtigen Geruch zu schnuppern. Und Wüchsigkeit und dunkelgrüne Blätter begeistern auch. Wir haben im Verein den Tag des Gartens gefeiert und anlässlich dessen hatte ich sie xfach geteilt und gegen Spende verkauft. Aus 1 letztjährigen Minze wurden so im Laufe das Jahres schon ca 8 ( und zear kräftige Pflanzen!) – ein nettes Mitbringsel auch bei einer Essenseinladung 😉… liebe Grüße
    Corinna

    1. Hallo liebe Corinna,
      die Orangenminze kenne ich bisher nur vom Hörensagen, ich warte immer noch darauf, dass mein hiesiger Pflanzenhändler sie mal anbietet. Grundsätzlich finde ich alle geschmacklichen Kreuzungen, in denen etwas Scharfes mit etwas Lieblichem kombiniert wird ganz großartig. Derzeit hege ich meinen Zitronenthymian, habe aber noch keine klare Vorstellung davon, welches Gericht ich damit veredeln möchte. Kommt Zeit, kommt Rezept. Meine erste Ernte hat mir die Schokoladenminze übrigens nicht einfach so verziehen. Mal sehen, wie schnell sie neue Ausläufer bildet.
      Liebe Grüße, Carla

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