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Pflanze des Monats September: Kaffee + Kaffee-Quiz

5. September 2018

Es wird Zeit für einen Exoten in der Reihe „Pflanze des Monats“. Und wer liebt ihn nicht, den Kaffee, der uns manchen Morgen versüßt, wach macht, entspannt, zur Geselligkeit einlädt? Nach einem ausführlichen Besuch beim Staudenmarkt im Botanischen Garten Berlin fanden Karo und ich uns zum Kaffeefestival vor der Markthalle 9 in Kreuzberg ein.

Aber vom Betreten der Halle konnte gar nicht die Rede sein: Eine lange Schlange hatte sich vor dem Eingang gebildet und ein Blick in die Halle verriet mir, dass es innen auch nicht sehr viel anders zugehen würde. Zu dem Zeitpunkt hatten wir beide bereits fleißig Pflanzen eingekauft: Karo hatte sich mit neuen Sukkulentenstecklingen eingedeckt und zu mir nach Hause kamen zwei neue Farne: Ein Rotschleierfarn und ein Lippenfarn, der die Sonne liebt. Ja wohl, ein Farn, der es gerne trocken mag. Für meinen Balkon, der morgens und mittags Sonne hat, genau richtig.

Zurück zum Kaffee: 10 Minuten anstehen für eine winzige Kaffeeprobe zwischen Scheiteltragenden Hipstern und solchen, die es werden wollen? Dann doch lieber nach Hause, die Füße nach über 12.000 Schritten hochlegen und den Kaffee genießen, wie man ihn genießen sollte: in Gesellschaft eines netten Mensch und dabei über Gott, die Welt und Kaffee plaudern.

Kaffee zählt zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) mit ihren insgesamt 124 Arten, darunter die beiden wohl bekanntesten Arabica (Coffea arabica) und Robusta (Coffea canephora). Beide werden in Plantagen angebaut und landen, häufig mit 5 weiteren Arten vermischt, auf unseren Frühstücks- und Kaffeetischen. Ursprünglich kommt der Kaffee aus den tropischen Zonen Afrikas, Madagaskars und den Maskarenen und wird heute in den tropischen und subtropischen Gebieten angebaut. Durch die Araber und Türken gelangte der Kaffee im 17. Jahrhundert auch nach Europa. Und was wäre die Welt ohne Kaffee? Als Rohstoff für das populäre Getränk dienen die Samen (Bohnen), die von der Kaffeekirsche (Fruchtfleisch) ummantelt sind. Teilweise wird diese Kaffeekirsche beim Fermentierungsprozess an der Bohne belassen.

Fun fact: Aus dem Öl der Kaffeebohne werden Bodylotions und Sonnenschutzcremes hergestellt.

 

Kaffee kann auch hierzulande angebaut werden, sogar auf der heimischen Fensterbank, wenn der Standort ausreichend hell ist. Dafür muss man allerdings etwas Zeit einplanen. Die Ausbildung der Blüte dauert etwa 3 Jahre. Dann erst wachsen daraus die zuerst grünen und dann roten Beeren, die 2 Bohnen enthalten.

Du bist ein echter Kaffeekenner? Dann teste dein Kaffeewissen in meinen Quiz:

Bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

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  1. Liebe Carla,
    och, da werde ich ganz grün vor Neid:
    Ihr ward beim Staudenmarkt im Botanischen Garten – einem Pilgerort für unsereins Pflanzenverrückte! Wie spannend!
    Und ich musste lachen: Ja, um in der Hippsterschlange zu stehen, ist das Leven wirklich zu kurz!
    Dieses Jahr wollte ich endlich, endlich, endlich auch nach Berlin zum Staudenmarkt fahren, aber – wie immer- kam das Leben dazwischen: Diesmal in Form der jährlichen Kleingartenvereinsbegehung, die auch den entstehenden Schmetterlingsgarten in Augenschein nahm. Und da musste vorher noch ein bisschen gejätet werden. Ferner ist unser Apfelbestimmungsprojekt in vollem Gang. Wenn ich endlich wieder zum Posten komme, werde ich davon berichten ☺….

    1. Liebe Corinna,
      dann klappt es bestimmt im nächsten Spätsommer, es muss doch irgendwann klappen! Und dann treffen wir uns zwischen Farnen und Rosenstöcken auf einen Kaffee. Der Staudenmarkt war auch dieses Jahr mal wieder richtig gut und es hat auch nur ein bißchen geregnet. Denn irgendwie ist es immer das Wochenende, an dem das Wetter umschwingt. Besonders erfreut hat mich – wie könnte es anders sein – der Farnstand von Wouter van Driel. zum Glück hatte ich ein Budget, aber nächstes Mal nehme ich den Bollerwagen mit und mach ihn voll!

      Liebe Grüße, Carla

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