Morgenseiten Weg des Künstlers
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Bücher, die mein Leben verändert haben

Draußen wird es endlich kalt, die Blätter sind rot und gelb und es stürmt schon ein wenig. Wem es zu kalt für einen flotten Herbstspaiziergang ist, der kann es sich ja im Lesesessel gemütlich machen und in diesem Beitrag Inspiration holen, wenn ich dir sage, welche Bücher mein Leben nachhaltig beeinflusst haben.

Die Bücher, über die ich in diesem Artikel schreibe, begleiten mich teilweise schon seit Jahren. Und das aus ganz verschiedenen Gründen.

1. Julia Cameron: Der Weg des Künstlers

Dieses Buch habe ich mit Anfang 20 gelesen. Es handelt sich dabei um ein 12-Wochen-Programm, in dem man sich mit kreativen Blockaden auseinandersetzt. Ich habe damals die 12 Wochen tatsächlich durchgezogen, allerdings habe ich damals studiert und konnte es mir so einrichten, dass ich etwa die eine Woche Leseverbot (japp, das kommt da auf einen zu), ohne Probleme durchhalten konnte. Auch wenn ich in meiner derzeitigen Lebensphase keine Lust mehr darauf habe, so ist eine Technik aus diesem Buch doch geblieben: die Morgenseiten. Wenn du meinen Blog häufiger besuchst, dann weißt du sicherlich, dass ich mir dieses Jahr vorgenommen habe, jeden Tag Morgenseiten zu schreiben.Das ist mir bisher auch gelungen und es hat mich in meinen zweiten Ziel sehr bestärkt, nämlich ein Buch zu schreiben, meine Wohnung zu minimalisieren und meine Ernährung umzustellen.

Anfang dieses Jahres bin ich eine Morgenseitenpartnerschaft eingegangen und das war eine wirklich kluge Entscheidung. Mittlerweile ist mein Morgenseiten-Buddy aber mit dem 12-Wochen-Programm durch. Aber nach 12 Wochen ist mir das tägliche Schreiben zur Gewohnheit geworden,

Für wen ist dieses Buch: Für alle Kreativen, die unter Procrastination leiden.

In meinem Quiz findest du heraus, ob die Morgenseiten auch für dich das richtige Tool sind:

2. Marie Kondo: The life changing Magic of tidying up/Spark joy

Die Bücher von Marie Kondo sind für dich vermutlich keine Überraschung, wenn du regelmäßig meine Beiträge über Minimalismus liest. Ich habe die Hörbücher auf Englisch und rate auch dazu, nicht die deutsche Fassung zu lesen, weil sie furchtbar schlecht übersetzt ist. Die Anleitung ist aber natürlich dieselbe: Ziel formulieren, nach Kategorien vorgehen, in einem Rutsch durchsortieren, Platz finden, glücklich sein. So könnte man die KonMari-Methode in einem Satz zusammen fassen. Nur, dass das bei mir nicht so schnell ging und ich mehrere Anläufe bräuchte. Während meiner großen Minimalismus-Aktion habe ich die Hörbücher rauf und runter gehört. Dabei haben sich manche Fragen von allein erledigt und mit ihnen auch der ein oder andere Zweifel.

Für wen ist dieses Buch: Für alle, die einen neuen Weg suchen, Ordnung in ihr Leben zu bringen, bei denen herkömmliche Organisations-Methoden versagt haben und Menschen, die ihr Leben neu ausrichten wollen.

3. Byung Chul Han: Agonie des Eros

Vorsicht, schwere Kost. Han ist Philosoph und kritischer Denker und pustet einem so richtig schön den Kopf frei. Agonie des Eros war das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe und wie ich finde, ist es auch das beste. Nicht nur befasst es sich mit Erotik und Verlangen im digitalen Zeitalter, auch andere Phänomene, wie etwa der Leistungsdruck in unserer Gesellschaft, werden analysiert. Besonders spannend finde ich, was Han über Motivation und Selbstausbeute schreibt. Damit wird es für alle, die in irgendeiner Form an der Digitalisierung beteiligt sind, zur Pflichtlektüre.

Für wen ist dieses Buch: Wenn du das Bedürfnis danach hast, deine Weltsicht infrage zu stellen, ist dieses Buch genau das richtige für dich.

4. Amelie Nothomb: Mit Zittern und Staunen

Amelie Nothomb ist seit Jahren meine Lieblingsautorin. Von niemand anderem habe ich so viele Bücher gekauft und gelesen, manche sogar doppelt auf Deutsch und Französisch. „Mit Zittern und Staunen“ war nicht ihr Debütroman, aber ihr erster richtig großer Erfolg. Die besten Bücher von Nothomb sind autobiographisch, so verhält es sich auch mit diesem. Als Tochter eines belgischen Diplomaten wächst Nothomb in Japan, China, Südostasien und Amerika auf und geht nach dem Studium nach Japan zurück, um dort in einem Unternehmen zu arbeiten. Aber ihr sorgfältig zurecht gelegtes Selbstbild wird schwer erschüttert und Nothomb tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Ich habe Tränen gelacht und warte seitdem ich dieses Buch kenne nach jedem neuen Nothomb-Roman gierig auf den nächsten.

Für wen ist dieses Buch: Für alle, die absurdes Storytelling lieben.

Vom Sachbuch bis zum Schmöcker war für jeden Geschmack in diesem Listicle etwas dabei, hoffentlich auch für deine Herbstlektüre.

Lust auf eine profunde Lebensveränderung? Mach das Quiz und finde heraus, ob es an der Zeit für dich ist, zuckerfrei zu leben:

Viel Spaß beim Lesen und bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

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