Lavendel augustifolia
Lifestyle Morgenseiten/ Bullet Journal

Besser Schlafen mit Hausmitteln und Hypnose

Seitdem ich denken kann, schlafe ich schlecht. Es kommt selten vor, dass ich tatsächlich eine Nacht durchschlafe. Meist wache ich mehrmals in der Nacht auf und manchmal liege ich stundenlang da, den Kopf voller Ideen, und muss mich zurückhalten, weil es doch Schlafenszeit ist. Was mir wirklich hilft und was nicht, um besser schlafen zu können, darüber rede ich in diesem Artikel.

Baldrian, Passionsblume, Melisse, Einschlaftee, Beruhigungstee etc.pp. – nichts dergleichen schlägt bei mir wirklich gut an. Auch der Verzicht auf Koffein hat in keiner Weise Einfluss auf meine Schlafqualität.

Während ich meine Abschlussarbeit schrieb, hat mir mein Hausarzt ein starkes Schlafmittel verschrieben. Es half zwar, allerdings gewöhnt man sich innerhalb kürzester Zeit an den Effekt und dann ist es vorbei mit der teuer erkauften Nachtruhe. Pillen sind also keine Lösung.

Mythen über Einschlafhilfen

Schäfchen zählen finde ich viel zu stimulierend, um Ruhe zu finden, schließlich kommt da jedes Mal ein neues Schaf und wer weiß, ob es den Sprung über den Zaun schafft… Auch Techniken wie Meditation oder autogenes Training gehen mir eher auf die Nerven, weil man das noch zusätzlich in seinen Alltag schieben muss. Dadurch hat man nur noch mehr Stress. Auch Sport trägt nicht dazu bei, besser zu schlafen, im Gegenteil. Mich macht Sport wach und wenn ich Muskelkater habe, schlafe ich nicht besser.

Hier also meine lang erprobten Einschlafhilfen, die mir wirklich helfen:

Lavendel

Klingt ziemlich öde, aber Lavendel hilft mir tatsächlich. Allerdings nicht als Kissenfüllung oder Sträußchen neben dem Bett. Ich wasche seit geraumer Zeit meine Wäsche mit Lavendel. Dazu träufle ich großzügig (wirklich sehr großzügig) ätherisches Lavendelöl in das Pulverfach meiner Waschmaschine. Da ich parfümfreies Waschmittel nehme, kommen sich die Düfte auch nicht in die Quere. Die Wäsche riecht großartig und ebenso die Maschine. Win-win, würde ich sagen. Auch etwas Öl aufs Kopfkissen träufeln kann helfen, aber warum nicht gleich die ganze Garnitur?

Außerdem benutze ich abends eine Gesichtscreme, die stark nach Lavendel riecht. Ich trage sie rund um die Augen und auf den Lippen auf, sodass ich den Geruch noch intensiver wahrnehme.

Abendseiten

Dass ich seit Monaten Morgenseiten schreibe, ist Dir vermutlich schon aufgefallen. Die Morgenseiten sind eine ganz spezielle Technik, um kreative Blockaden zu lösen. Wie sie genau funktionieren, erkläre ich in einem anderen Artikel. Die Abendseiten hingegen, haben ebenfalls keinen reflektierend-dokumentatorischen Charakter wie klassisches Tagebuchschreiben, aber eine fokussierende Funktion. In den Abendseiten versuche ich, mich mit meinen Wünschen zu befassen und mich darauf einzustimmen. Ich beginne meine Abendseiten meistens mit „Es ist so …, weil…“ und damit trete ich jedes Mal eine Denklawine los. Ich entwickle immer neue Ideen, wie ein Ideenstrom. Meistens schreibe ich ein bis eineinhalb Seiten. Und schlafe mit diesen Ideen dann langsam ein.

Hypnose

Das beste an Hypnose: Man darf an etwas denken. Anders als bei Meditation. Da darf man sich höchsten auf den eigenen Atem konzentrieren, aber träumen ist nicht erlaubt. Wie eintönig. Bei einer geführten Hypnose (man sollte hier mehrere Programme testen), wird man ja regelrecht dazu ermuntert, die rechte Gehirnhälfte einzuschalten. Und wenn es am schönsten wird, schläft man einfach ein. Einziger Nachteil: Man muss es regelmäßig machen. Nicht unbedingt täglich, aber alle 2-3 Tage.

Abendliches Aufräumen

Während meines Minimalismus-Prozesses im letzten Jahr habe ich mir angewöhnt, abends meine Küche aufzuräumen. Dabei kann der Geist schon mal auf Wanderschaft gehen und sich auf das Einschlafen vorbereiten. Ein Ritual am Abend ist dabei sehr hilfreich, und Aufräumen ist zu meinem geworden.

Abendliche Playlist

Gewisse Musikstücke höre ich nicht am Abend, weil ich dann wieder zu munter werde. Dafür gibt es Songs, die mich so beruhigen, dass ich sie praktisch in Dauerschleife höre. Jetzt habe ich mir auf meinem Rechner sogar eine Playlist zugelegt, die „SCHLAFEN“ heißt und eben diese Songs beinhaltet. Ich kann es nur empfehlen auszutesten, was dich musikalisch beruhigt.

Wenn Du auch Einschlafprobleme hast, wünsche ich Dir viel Erfolg mit Lavendel, Abendseiten und Hypnose.

Schlaf gut und bis nächsten Mittwoch,

Wusstest Du übrigens, dass auch ein unaufgeräumtes Schlafzimmer zu Schlafprobleme führen kann? Klicke auf den Link, um mehr darüber zu erfahren, wie Dir Minimalismus helfen kann, endlich Ruhe zu finden.