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Anzuchtsaison 2019, Teil 1: Einsaat des Saatguttauschsaatguts

Es ist warm, wärmer als in den Jahren zuvor um diese Zeit, Mitte Februar. Großartig, denn dadurch kann ich früher als sonst aussähen. Meine Wohnung, obwohl im dritten Stock gelegen, ist recht dunkel. Was ich in diesem ersten Schwung aussähe und wie ich das kostengünstig mache, erfährst du in diesem Artikel.

Letztes Jahr habe ich bei einem Saatguttausch mitgemacht. Dabei werden samenfeste Saaten getauscht.

Gärtnerwissen: Samenfest heißt, die Saat wurde schon ein paar Mal ausgesät und das Ergebnis waren sortenreine Pflanzen, keine Hybriden.

Ich habe 5 Samentüten bekommen mit ganz wunderbaren Saaten, exotische Grünpflanzen, Tomaten und Mais. Nun werde ich meinen grünen Damen herausfordern und versuchen, diese auch groß zu ziehen.

Meine Wahl fiel auf:

  • Wassermelone
  • Wasserspinat
  • Fingerhut
  • Mais
  • Gelbe Tomaten

Genau, der Wasserspinat ist mir letztes Jahr eingegangen. Aber man lernt ja aus Fehlern, und ich denke, ich habe alle Fehler analysiert.

  1. Ich habe normale Erde verwendet
  2. Ich habe zu früh ausgesät, als es noch zu dunkel war
  3. Ich habe ein bißchen zu viel gewässert

Pflanzen selber ziehen: Was es wirklich kostet

Zum Aussäen habe ich mir dieses Mal Aussaaterde gegönnt. Diese ist etwas teuerer als gewöhnliche Erde. Sie ist vor allem weniger dicht und lässt Wasser leichter durch. Das ist wichtig, denn Saatgut kann schnell schimmeln und dann war alle Mühe umsonst.

Vor allem ist Aussaaterde aber frei von jeglichen Pflanzenüberresten und Keimen, Pilzen und Bakterien. Auch der geringe Nährstoffgehalt begünstigt die Anzucht. Die Investition in Aussaaterde ist also gerechtfertigt.

Was hingegen weniger gerechtfertigt ist, sind die Preise für Aussaatsets. Das dünne Plastik hält vermutlich eh nur ein Jahr, dann muss man ein neues nachkaufen. Dieser Plastikschwund muss gar nicht sein. Einen Eierkarton haben wohl die meisten zu Hause. Dieser reicht vollkommen aus. Die Ausbuchtungen für die Eier sind ideal von der Größe für die meisten Pflänzchen für die ersten Wochen. Auf einem Teller bleibt dann das Wasser auch da, wo es sein soll.

Pflanzen selber ziehen muss also weder aufwendig noch teuer sein. Man braucht auch kein Gewächshaus, die Fensterbank reicht häufig aus.

Bei mir geht es am Wochenende weiter. Ich werde mich auch noch in stärker mit dem Anbau von Tomaten beschäftigen.

Planst du aus deinem Balkon einen Balkongarten zu machen? Ich habe dir in diesem Artikel 7 einfache Fragen zusammengestellt, mit denen du deinem Traumbalkon ein gutes Stück näher kommst.

Viel Spaß beim Aussäen und bis nächsten Mittwoch