Ikigai

Wie ich mein Ikigai unterstütze

Welche Frage könnte größer sein als die nach dem Sinn des eigenen Lebens? Eine Antwort zu finden, ist nicht einfach. Aber es gibt Methoden, um ihr ein Stück näher zu kommen. Eine dieser Methoden ist das aus Japan stammende Ikigai. Wie man es anwendet, habe ich ausführlich in diesem Artikel beschrieben. In diesem Artikel geht es aber darum, was ich unterstützend tue, damit ich auf Kurs mit meinem Ikigai bleibe.

#1 Ikigai unterstützen mit Minimalismus

Anfang 2018 habe ich mich einem Lifestyle-Experiment unterzogen. Innerhalb eines halben Jahres mehrere Tausend Dinge aus meinem Leben entfernt.

Alle Artikel dazu findest du hier.

Kaum hallte der Lichtschalter im Flur, wenn ich betätigte, stellte sich ein ungewohntes Ruhegefühl ein. Etwa ein Jahr lebte ich mit sehr viel Raum und wenigen Dingen, dann kamen neue Dinge in mein Leben. Aber in einer anderen Qualität. Ich fasse das Zuhause eines Menschen als eine Erweiterung seiner selbst auf. Dementsprechend erhielt mein Zuhause eine Renovierung, bevor ich mich an andere Lebensbereiche wagte. Die wohl größte Veränderung nach diesem intensiven Prozesses war und ist, dass seitdem immer ein Mindestmaß an Ordnung herrscht, obwohl ich gar nicht aufräume. Wenn ich aufräume, ist dies in weniger als 30 Minuten erledigt. Nicht schlecht für 60 Quadratmeter Altbau. Das liegt unter anderem daran, dass ich kaum noch Bücher besitze. Ich hatte einen kleinen Bücherschrank voll, dieser ist auf ein Fach in meinem Kleiderschrank geschrumpft, und ich plane auf keiner Erweiterung.

Ein weiterer Grund ist, dass ich kistenweise Papier aussortiert habe. Ich bin eher gründlich, was meine Ablage betrifft, und hefte lieber ein Schreiben zu viel ab. Großer Fehler. Dies ist eine Sache, mit der ich weiterhin zu kämpfen habe. Deshalb sortiere ich ein Mal im Jahr meine Ordner aus. Von Digitalisierung halte ich nichts, denn damit ist das Problem nicht gelöst, sondern verlagert.

#2 Ikigai unterstützen mit Morgenseiten

Bis ich überhaupt soweit war, dass ich meine Wohnung mit Minimalismus ausräumen konnte, vergingen etwa vier Wochen täglichen Schreibens. Hätte ich damit nicht zuerst begonnen, ich wäre nicht darauf gekommen, dass Minimalismus mir helfen könnte. Das liegt aber weniger am Schreiben an sich, als an der Morgenseiten-Methode. Denn diese sieht nicht vor, dass man das Geschrieben liest oder aufbewahrt. Man schreibt nicht mit einem Thema oder um zu dokumentieren. Man schreibt, ohne darüber nachzudenken, dass man schreibt. Sobald der Stift das Papier berührt, darf er erst wieder abgesetzt werden, wenn man drei Seiten gefüllt hat. Das bedeutet, dass man ziemlich oft etwas in der Art schreibt „Ich weiß nicht, was ich schreiben soll“,  und genau das ist entscheidend. Es geht nur darum weiterzuschreiben. Nicht um den Inhalt an sich. Das wäre Zensur, und die ist bei den Morgenseiten untersagt. Um diese zu durchbrechen, ist es notwendig weiterzuschreiben. Damit räumt man jede Kreativitätsblockade aus dem Weg.

Lade dir hier meine Anleitung herunter und probiere die Morgenseiten-Methode aus:

Viel Spaß bei der Unterstützung deines Ikigais und bis nächsten Sonntag,