Minimalismus macht Angst. Keine Frage. Sich von hunderten oder tausenden von Dingen zu trennen, die mit der zukünftigen Lebensphase nicht mehr übereinstimmen, ist gruselig. Manchmal auch schuldbeladen. Schließlich hat man ja mal Geld für dies und das ausgegeben. Also hat es doch einen Wert…und schon steckt man in der Konsumentenfalle und verstaut den löcherigen Paschmina-Schal, das Porzellanpferd von Oma und die Lavalampe aus den 90ern noch einmal auf unbestimmte Zeit in den Tiefen seiner Möbel. Aus diesem Grund habe ich auf dieser Seite eine Minimalismus Anleitung verfasst, mit der du gleich loslegen kannst.

Dass es nicht von der Hand zu weisende Vorteile dafür gibt, Minimalistin zu werden, ist dir schon klar, denn sonst hättest du nicht diesen Beitrag aufgerufen. Nur so wirklich bereit dafür fühlst du doch noch nicht. Und damit bist du nicht allein. Die meisten von uns besitzen viel zu viel und das ist nun mal die Norm. Wer wenig hat, kann doch nicht ganz richtig ticken. Es ist unnormal, in einer Gesellschaft der negativen Fülle (auch Überfluss genannt) wenig besitzen zu wollen. Dabei bietet Minimalismus viele Vorteile:

1.  Aufräumen und Saubermachen nehmen nur noch einen Bruchteil deiner kostbaren Zeit und Energie in Anspruch,

2. du musst nie wieder nach wichtigen Unterlagen suchen, sondern findest alles in Sekundenschnelle,

3. dein Lebensraum wird zu einem beruhigenden, nährenden Ort, an dem du dich entspannen kannst..

…um nur einige zu nennen. Aber wo solltest du nun anfangen, wenn dir der ganze Kram zu Hause Bauchschmerzen bereitet? Und im Internet so viele Methoden angepriesen werden, sodass du immer noch keinen Überblick hast, um dich für die richtige zu entscheiden? Hier also meine Anleitung in 21 Schritten, um Minimalistin zu werden, noch bevor du bereit dafür bist.

Wie du diese Anleitung benutzen kannst

Diese 21 Schritte zur Minimalistin-Anleitung kannst du an deine Bedürfnisse anpassen. Du kannst dir ein 21-Tage-Programm daraus machen und jeden Tag einen Schritt umsetzen. Du kannst dir auch für jede Woche einen Schritt vornehmen. Abhängig davon wie viel Freizeit du hast bietet dir diese 21-Schritte-Anleitung die Gelegenheit, in deinem Tempo deinen Lebensraum neu zu gestalten. Und vielleicht fühlst du dich danach ja bereit, die Sache richtig anzugehen und mit dem Aufräumen durchzustarten.

Hier sind sie also, die 21 Schritte, wie du zu Minimalistin wirst, noch bevor du bereit dafür bist:

#1 Mach dir das Aufräumen zur Angewohnheit

Räume nur an zuvor festgelegten Tagen in der Woche auf. Nachdem ich tausende von Dingen aus meinem Lebensraum entfernt hatte, wurde mir klar, wie zeitraubend es gewesen war, diese ganzen Dinge in meiner Wohnung zu beherbergen und zu managen. Um meine Wohnung in den Zustand zu versetzen, in dem alles an seinem Platz ist und ich mich bereit für was auch immer fühle, braucht es nun lediglich 1,5 Stunden in der Woche. Das erledige ich immer am Sonntag. Deshalb ist der Sonntag bei mir „Hauspflege-Tag“. Weil ich diese einfache Routine einhalte, sammeln sich weniger Dinge an, die weggeräumt und gepflegt werden müssen.

#2 Bringe jeden Tag deine Küche in Ordnung

Du schlenderst noch etwas schlaftrunken in die Küche um dir deinen Tee oder Kaffee oder was auch immer zu machen. Und blickst dabei auf den Geschirrberg, den du dir freundlicherweise gestern Abend für heute morgen aufbewahrt hast. Nett, nicht? So fängt der Tag doch schon mal richtig gut an, denkst du, nimmst deinen Tee oder Kaffee und gehst nun etwas übellauniger aus der Küche, denn auf soviel stress hast du morgen schon keinen Bock mehr. Der Geschirrberg steht da, wartet und wird nicht von alleine weniger. Die Kruste in der Bratpfanne trocknet noch ein bisschen mehr an, während du dich drückst. Wäre es nicht schön, jeden Morgen mit einer aufgeräumten Küche zu beginnen? Lass dir diesen Gedanken doch mal auf der Zunge zergehen. Und dann mach das Aufräumen zu einem abendlichen Ritual, mit dem du nicht nur dich, sondern auch deinen Lebensraum in Ordnung bringst.

#3 Belohne dich mit wirklich schönen Dingen und nicht mit Shopping

Seitdem ich Minimalsitin bin und einen Großteil meiner Materialsammlungen aus dem Kunststudium entsorgt habe, kann ich mich vor Ideen kaum noch retten. Das Aufräumen hat meiner Kreativität einen ungeahnten Energieschub verpasst und nun schreibe ich mehrere Artikel pro Woche, arbeite an 2 Büchern und kümmere mich um diverse Social Media Profile, habe 3 Kleider, 2 Kissenbezüge und 2 Vorhänge genäht und bilde mich in Fotografie weiter. Die größte Belohnung für mich ist es, mir etwas zu leisten, was mit meiner schöpferischen Arbeit zu tun hat. Das kann ein Besuch im Stoffladen oder Museum sein oder ein Spaziergang, in dem ich nach neuen Materialien für meine Bilder suche. Aber mit Sicherheit renne ich nicht in den nächsten Fast-Fashion-Laden und decke mich dort mit minderwertiger Kleidung ein.

#4 Vermeide schlechte Qualität

Dieser Schritt gilt für alle Lebensbereiche: Ernährung, Kleidung, Arbeitsalltag und auch Menschen. Am leichtesten umzusetzen ist es wohl bei der Ernährung, bie der riesigen Auswahl, die wir heutzutage genießen dürfen. Am schwierigsten ist es bei unseren Beziehungen. Aber Beziehungen sind nichts Fixes und so kannst du auch die Führung übernehmen und deine Beziehungen auf ein anderes Level bringen, wenn es mal nicht so läuft. Man muss es nur halt tun.

#5 Mach Pausen

Mit Pausen meine ich richtige Pausen. Keine Pause, in der du aufs Handy schaust. Oder mal eben eine halbe Stunde Netflix, um dich mental außer Gefecht zu setzen. Ich meine richtige Pausen, von allem. Rauf aufs Sofa, Füße hoch, Augen zu, Gedanken schweifen lassen, zur Ruhe kommen, Kraft tanken. So eine Pause. Die mediale Dauerbeschallung kann mal kurz warten, bis du dich wiederaufgeladen hast. Keine Textnachricht kann so wichtig sein wie deine geistige Verfassung. Also: Handy aus, Laptop zu und relaxen.

#6 Mach Internet-Fasten

Es ist so verlockend: Schnell die Nachricht von XY lesen, dann eben noch mal dies und jenes nachschauen, huch, eine Push-Nachricht von Facebook… und schon sind wieder 2 Stunden sinnlos verplemperter Zeit ins Land gegangen, in denen du nichts anderes getan hast, als deine wertvolle Lebenszeit damit zu verbringen, auf ein Display zu schauen. Du hast noch immer nicht das Buch gelesen, dass schon so lange auf deinem Nachttisch liegt, du hast immer noch nicht die E-Mail der Freundin von früher beantwortet, vielleicht hast du sogar einen Termin abgesagt, weil du zu müde warst. Die Inhalte, die du im Netz konsumierst, sind mittlerweile so ausgerichtet, dass du gar nicht mehr aufhören willst. Und aus dieser kreativitätsvernichtenden Zeitfalle gibt es nur einen Ausweg: ausloggen. Nach das Handy aus. Fahr den Computer runter. Du wirst erstaunt sein, wie viel du auf einmal auf die Reihe kriegst, wenn du dich losreißen kannst.

#7 Ordne und minimiere deine Papiere

Für mich ist Papier meine Achillesferse. Und es ist ja auch kein Wunder: Einer meiner Vorsätze für 2018 war es ja, jeden Tag Morgenseiten zu schreiben und diesen Vorsatz halte ich ein, ohne Ausnahme. Macht schon mal 3 Seiten jeden Morgen. Das meiste davon landet gleich im Altpapier, aber hin und wieder schreibe ich was, was ich für mein Buch (ein weiterer Vorsatz) verwenden möchte. Das hebe ich solange auf, bis ich es in das entsprechende Dokument eingepflegt habe. Dann nähe ich in meiner Freizeit, auch dafür braucht man Papier bei der Entwurfserstellung und dem Schnittmachen. Und weil ich sehr altmodisch bin, schreibe ich mir noch von Hand To-do-Listen und Einkaufszettel. Das alles noch zusätzlich zu den wirklich wichtigen Unterlagen, die fein säuberlich in Ordnern warten. Kein Wunder, dass mein Schreibtisch schnell unter einer Schicht Papier verschwindet, wenn ich nicht ein für alle Mal eine Grundordnung in meine Papier gebracht und mich von 3 IKEA-Tüten voller Papier getrennt hätte. Aber auch jetzt ist das Papier mein Feind, wenn es darum geht, meine neugewonnene Ordnung beizubehalten. Manche Gewohnheiten sterben eben nie und so komme ich nicht drum herum, mich regelmäßig damit auseinander zu setzen. Die Altpapiertonne ist dann im Nu gefüllt. Aber so hat eben jeder seine Schwachstelle.

#8 Vernichte die Umsonst-Gläser

Wir alle haben oder hatten sie in unseren Küchenschränken stehen: Die Senfgläser, die nach leeren des Senfs als Trinkglas zurück bleiben. Irgendwann wurde es zur Angewohnheit, das Glas zu behalten und nun blickst du auf eine stolze Sammlung dieser Gläser, die deinen Küchenschrank füllen.

Die Botschaft, die du dir damit sendest, lautet: Ich bin nur das recycelte Glas wert. Was zwar ganz hübsch für die Umwelt ist, aber irgendwann wird das Glas eh entsorgt. Es ist also nur aufgeschoben und nicht aufgehoben. Und mal ganz abgesehen davon hast du vermutlich eh viel zu viele Gläser, als du tatsächlich brauchst.

#9 Sag „nein“ zu Mitleids-Gaben

Wer mehr anschafft, als er verbraucht, darf sich nicht wundern, wenn du Wohnung immer kleiner wird. Wenn du dich von Ballast befreien willst, dann musst du zunächst herausfinden, wie er in dein Leben kam. Wenn Shopping nicht dein Problem ist, dann sind es vielleicht Geschenke, die dir entweder aus Mitleid gemacht wurden oder weil du die Rumpelkammer für andere bist. Damit festigst du die negative Botschaft an dich selbst, dass du es nicht wert bist, schöne Dinge zu besitzen, die dir jemand mit Bedacht ausgesucht hat. Du wirst buchstäblich zum Wertstoffhof deiner Mitmenschen. Es spielt auch keine Rolle, ob die Dinge noch gut erhalten sind. jemand wollte sie einfach loswerden und hat dich benutzt. Hör auf damit, solche „Geschenke“ anzunehmen. Du wirst dich besser fühlen.

#10 Entrümple deinen Stauraum

Ob Keller, Dachboden oder Abstellkammer – der Raum, den wir zum Verstauen der praktischen, aber wenig schönen Dinge in unserem Leben nutzen, gleicht oftmals einem Friedhof. Alte, abgenutzte Objekte, die wir mal geleibt haben, der Staubsauger und Putzeimer laden auch nicht wirklich ein, schön dekoriert zu werden. Aber man sollte den Raum wenigsten betreten oder ansehen können, ohne dass es einem kalt den Rücken runter läuft. Meistens sammelt sich so unendlich viel Zeug an, dass wir nie brauchen werden, und dennoch halten wir daran fest. Lass es los. Behalte nur die Dinge, die du wirklich brauchst. Vorräte an Baumaterial oder Wandfarbe belastet und nimmt wertvolle Hirnkapazität ein.

#11 Gib deine Umzugskartons weg

Hast du von deinem letzten Umzug noch Kartons? Planst du, demnächst wieder umzuziehen? Wenn du die erste Frage mit Ja, die zweite mit nein beantworten konntest, dann gibt es keinen wirklichen Grund, die Kartons aufzubewahren. Umzugkartons kosten nicht die Welt und sind schnell besorgt. Wenn du dich weiter mit einem minimalistischen Lebensstil befasst, wird es eh kein Problem für dich sein, deinen gesamten Hausstand innerhalb eines Arbeitstages zusammen zu packen. Außerdem wird man Umzugkartons auch schnell wieder los, besonders wenn du in einer größeren Stadt lebst. Dort wird ständig umgezogen. Für einen reduzierten Preis kannst du nicht nur gebrauchte Kartons erstehen, du kannst sie auch loswerden. Kein Grund, deinen Keller damit zuzustellen, nur weil er sonst leer wäre.

#12 Entsorge Kleidung, die nicht mehr passt

Unserer Kleidung könnte ich ein ganzes Buch widmen und in meinem Buch nimmt dieses Thema auch viel Raum ein. Denn die meisten von uns haben ein Kleiderproblem. Ich kenne wirklich niemanden, der zufrieden ist mit seiner Garderobe, und als ehemalige Stylistin habe ich den ein oder anderen tiefen Blick in fremde Kleiderschränke werfen können. Was du als erstes tun kannst, noch bevor du dich weiter mit Minimalismus beschäftigst, ist das Aussortieren und Entsorgen von Kleidern, die dir nicht mehr passen. Sie hängen müde in deinem Schrank, nehmen Platz und vor allem erinnern sie dich daran, dass du da mal reingepasst hast. Dieser negative Stimulus zieht dich runter und hält dich davon ab, zufrieden zu sein. Und mal ganz abgesehen davon: Selbst wenn du da irgendwann wieder reinpasst, dann ist der Stil total veraltet. Damit entwertest du dich immer mehr. Also weg damit.

#13 Deine Tütensammlung und du

Als ich noch an der Kunsthochschule studierte, gab es eine Dozentin, die uns das Sammeln als gestalterisches Thema näher bringen wollte. Und was sie mir damit für einen Bärendienst erwiesen hat. Fortan tat ich mich noch schwerer, meine Materialsammlung zu kuratieren. Ich behielt alte Arbeiten über Jahre, in dem Glauben, damit irgendetwas anfangen zu können. Was für meine künstlerischen Vorräte galt, galt auch für andere Vorräte. Etwa meinen Tütenvorrat. In diesem Kurs damals untersuchte eine Kommilitonin die Tütensammlungen anderer Menschen. Und was sie da alles fand. Und meisten war es total chaotisch. Die Tüten wurden nach Gebrauch in einen Behälter oder Unterschrank gestopft. Es sammelten sich viel zu viele Tüten an. Und sie blieben und nahmen ein Vielfaches an Raum ein. Ich habe meine Tüten auf eine beschauliche Anzahl von 6-7 reduziert: ein in jeder Größe. Diese 6-7 Tüten passen in einen kleinen Karton in meinen Küchenschrank. Seit dem großen Aufräumen, wie ich meine Aktion genannt habe, ist keine mehr dazu gekommen, warum auch.

#14 Spende deine Stifte

Wenn du alle in deinem Haushalt befindlichen Stifte zusammen tragen würdest, auf wie viele kämest du? 20? 50? 200? Und wie oft am Tag brauchst du einen Stift? 5 Mal? 10 Mal? Die Anzahl der Stifte übertrifft um ein Vielfaches die Anzahl der Situationen, in der man einen Stift braucht. Sogar wenn du in deiner Handtasche, auf deinem Schreibtisch, am Telefon und in der Küche immer einen Stift parat hast, dann kannst du sie an 2 Händen abzählen. Vermutlich hast du so viele Stifte, dass du bis an dein Lebensende nie wieder einen kaufen musst, wenn du einen nach dem anderen leer schreibst. Gibt also ruhig ein paar weg. Du kannst unbesorgt mit ein paar Kugelschreibern weniger leben.

#15 Du kannst nur mit einem Messer schneiden

Wie viele Messer besitzt du? Vor allem diese kleinen, mit denen man sowohl Äpfel als auch Kartoffeln und Brot schneiden kann. Wenn es mehr als 1 ist, kannst du die anderen ruhig weggeben. Ich hatte früher gleich mehrere, leider von wirklich schlechter Qualität. Dazu musst du wissen, dass ich täglich koche. Ich schneide also recht häufig. Aber es braucht nicht mehr als 1 gutes Messer mit einer großen Klinge und ein wirklich gutes Messer mit einer kleinen. Schau bei der Gelegenheit auch nach, ob du vielleicht wie ich zu viele Scheren besitzt.

#16 Verbrauche deine Vorräte

Weißt du, was alles in deinen Schränken schlummert – und vielleicht schon abgelaufen ist? Es ist eine der größten Enttäuschungen, wenn man seine mühsam zusammen gestellten Vorräte aussortiert und feststellen muss, dass die ein oder andere Konserve längst abgelaufen ist. Ich rate davon ab, abgelaufene Dinge zu essen. Auch bei Konserven. Überhaupt solltest du deinen Konsum an Konservenkost einschränken. Die Stoffe, mit denen Konserven haltbar gemacht werden, sind ungesund. Auch halte ich es für unwahrscheinlich, dass demnächst eine Notsituation ausbrechen wird, in der du auf Konserven wirst zurückgreifen müssen. Du kannst also getrost all deine Dosentomaten, -pfirsiche und Thunfischbüchsen aufessen und nichts nachkaufen.

#17 Wirf unvorteilhafte Bilder von dir weg

Dies war eine meiner einfachsten Übungen: Fotos zu entsorgen. Ich muss aber gestehen, dass ich das ein oder andere hässliche Bild von mir aufbewahre. Denn sie sind Zeugnis einer Zeit in meinem Leben, in dem es mir nicht gut ging und ich nicht wusste weshalb. Da ich dieses Problem nun gelöst habe, behalte sich die Bilder, um mir immer wieder zeigen zu können, was ich aus eigener Kraft geschafft habe. Aber ich habe mich auch von Bildern getrennt, auf denen ich mich noch nie leiden konnte. Manchmal bekommt man ja solche Bilder auch gerne von Verwandten, die wollen, dass du dich schlecht fühlst. Manche Familienmitglieder profitieren davon, wenn es dir nicht gut geht und nutzen ein furchtbares Foto von dir, um dich klein zu halten. Das musst du nicht akzeptieren. Es sind deine Erinnerungen. Kuratiere sie gründlich und schrieb deine Lebensgeschichte selbst.

#18 Entsorge die Überbleibsel deiner letzten Renovierung

Farbreste, Spachtel, Pinsel, Folie – irgendwann ist eine Renovierung abgeschlossen und in einem Raum wir gelebt. Gerade Farbe trocknet so schnell ein, es lohnt sich nicht, diese aufzubewahren. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes Platz- und Geldverschwendung. Man braucht diese Dinge so selten, ein Aufheben von Resten, die nicht vollständig luftdicht verschlossen werden können, lohnt einfach nicht. Auch können Chemikalien schlecht werden. Zudem gehört es mit zur Renovierung, die Entsorgung miteinzuplanen. Wenn du die Reste einfach in de Keller stellst, ist deine Renovierung nicht abgeschlossen. Bring sie zu Ende und fahr zum Wertstoffhof, dir und der Umwelt zuliebe.

#19 Reparieren oder entsorgen

In jedem Haushalt finden sich Dinge, die repariert werden müssten. Oft verstecken sie sich. In Schubladen oder hinter Schranktüren. Unangenehmen wird es erst, wenn die kaputten Dinge sich mit den heilen Dingen vermischen. Dann hast du echt keinen Überblick mehr. Welche Teile müssen bei dir repariert werden? Kleidung? Gib sie entweder zum Schneider oder entsorg sie. Ein Elektro-Gerät? Kannst du auch einen Bastel-Freak schenken als Ersatzteillager. Du solltest so viele Teile weggeben, bis du wieder in der Lage bist, eines der teile zu reparieren.

#20 Entsorge deine unnützen Dateien

Wie viele Dateien brauchst du innerhalb eines Monats? Welches Mp3s hörst du nicht mehr? Welche Fotos und Filmchen können getrost den Speicher frei geben? Welche App war der sinnloseste Download aller Zeiten? Wirklich wichtige Dateien, kannst du auf einer externe Festplatte auslagern. Das macht alle deine Geräte schneller, denn in Anspruch genommener Speicherplatz macht deine Geräte langsamer. Dabei muss es nicht immer ein Cloud-Dient sein. Eine simple externe Festplatte tut ihre Dienste mindestens genau so gut. Und wer braucht schon mehrere tausend Bilder?

#21 Trenne dich von negativen Glaubenssätzen

Nicht nur physische Dinge gehören entsorgt. Auch immaterielle, wie etwa der Glauben, dass du erst umziehen musst in eine größere Wohnung, um endlich ein schönes Zuhause zu haben. Oder dass du nur geliebt wirst, wenn du so und so aussiehst. Das alles haben wir zugelassen, dass es in uns eingepflanzt wurde. Zu einer Zeit in deinem Leben war das auch nicht anders möglich, denn wir waren einfach zu jung und konnten noch nicht kritisch denken. Aber nun ist das anders. Du entscheidest, was du behälst. Wie du negative Glaubenssätze, die dich von deinem Leben abhalten aufspürst und dich dauerhaft von ihnen trennst? Schreib Morgenseiten. Wie das geht, um schnellstmöglich zum besten Ergebnis zu kommen, kannst du in meiner kostenlosen Anleitung erfahren:

Anleitung Morgenseiten

Das waren meine 21 Schritte zur Minimalistin, auch wenn du dich noch nicht bereit dafür fühlst. Wenn du noch immer unentschieden bist, dann mach mein Quiz und finde heraus, ob du Minimalistin werden solltest:

Viel Freude und Erfolg beim Ausräumen, Umgestalten und Neuerleben deines Lebensraums wünscht dir

 

 

 

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