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#balkonziele: Balkonkästen richtig bepflanzen

Nicht nur an lauen Sommerabenden sorgt ein hübsch bepflanzter Balkon für ein schönes Ambiente. Auch der Blick beim Vorbeigehen an der Balkontür kann in Sommerlaune versetzen. Höchste Zeit für mein heutiges Thema: Balkonkästen richtig bepflanzen.

Nicht alle Pflanzen mögen feuchte Füße. Die meisten Balkonpflanzen, die ja eigentlich Gartenpflanzen sind, brauchen eine mittlere bis gute Drainage, sonst gehen sie ein. Wie man eine Drainage im Blumentopf erzeugt, habe ich dir in meinem Artikel über die Sukkulenten-Schale gezeigt. Heute geht es aber darum, Deine Balkonbepflanzung richtig vorzubereiten, damit Du den Sommer über soviel Grün genießen kannst wie möglich.

Im Rahmen meines Minimalismus-Experiments war nun endlich der Moment gekommen, mich um mein Balkon-Erbe zu kümmern. Mit meinem Balkon-Erbe meine ich das, was ich von meinen Vormietern übernommen habe. In meiner Wohnung gehören einige Möbelstücke dazu, aber eben auch die Balkonkästen. Inklusive Inhalt. Ich habe ein paar Mal etwas neue Erde untergemischt, aber wenn ich mich richtig erinnere, so musste die Erde mittlerweile über 10 Jahre alt sein, denn meine Vorgängerin hatte sich nicht sonderlich auf dem Balkon ausgetobt.

Ich will mich aber gar nicht rausreden. Letztes Jahr um diese Zeit habe ich meine Abschlussarbeit begonnen und mich hemmungslos übernommen, sodass nicht nur der jährliche Frühjahrsputz innerhalb der Wohnung, sondern auch auf dem Balkon zu kurz kam. Wie ich meine Wohnung auf Vordermann gebracht habe, erzähle ich Dir in dieser Rubrik. Dementsprechend vermüllt war auch mein Balkon. Da ich innerstädtisch lebe, erklären sich die dunklen Ablagerungen auf der Innenseite meines verkleideten Balkons von selbst: Staub. Hoch gepustet in den dritten Stock, liegengeblieben auf der Innenseite.

Moos, Algen und vergorene Erde

Noch schlimmer war es aber mit den Kästen selbst. Nicht, dass ich es nicht wertschätzte, wenn ein bisschen Moss hier und da auftaucht. In Japan gibt es Gärten, die dem Moos gewidment sind. Und auch die Kunst des Kokedama verwendet Moos als wichtiges Gestaltungselement. Aber es kann auch mal zuviel werden.

Auf dem dunkelgrünen Untergrund war aber etwas Anderes viel schlechter zu erkennen: Algen! Und das ist ein Zeichen, dass die Kästen zu feucht sind. Da hilft auch kein Hausmittel mehr wie beim Erdschimmel bei Deiner Zimmerpflanze. Die Erde musste ausgetauscht und die Kästen gereinigt werden. Beim Entleeren der Kästen fiel eines ganz besonders auf: Die Erde roch milchsauer.

Meine Vor-Vorgängerin hatte einen Fehler begangen: Sie hatte die Löcher nicht in den Boden gemacht, sondern in die Ausstülpungen. Das Problem dabei ist, dass sich Wasser anstaut und so Staunässe in den untersten 2 Zentimetern bildet. Kein Wunder, dass mir mein Lavendel eingegangen ist! Denn Lavendel kommt aus dem Mittelmeerraum und ist daher auf trockenes, heißes Wetter und sandige Böden, die Wasser schlecht halten, eingestellt. In meinem wasserdichten Balkonkasten konnte mir der Lavendel nur eingehen. Auch ein Mangel an Sonne mag dazu beigetragen haben. Merkwürdig, dass man keine Balkonkästen kaufen kann, die schon vorgefertigte Löcher haben, aber nun ja, dann muss man eben selber ran.

So bereitest Du deine Balkonkästen vor

Du brauchst:

  • Eine Ahle oder einen großen Nagel

  • Einen Hammer
  • Tonscherben
  • Tongranulat (kostet etwa 5 Euro für 5l, gibt´s im Baumarkt)

 

Und so geht`s:

  1. Den Balkonkasten umdrehen
  2. Mit der Ahle oder dem Nagel den Boden perforieren, wenn der Boden zu hart ist, vorsichtig mit dem Hammer nachhelfen

3. Die Löcher mit Tonscherben (dafür musst Du vermutlich einen Tontopf opfern) abdecken

4. Mit Tongranulat und dann Erde auffüllen

Fertig ist der Balkonkasten zur Bepflanzung!

Viel Spaß bei der Vorbereitung und bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

Erfahre mehr über meine Balkonziele in diesem Artikel.

Wann sollte man Pflanzen gießen, um Schimmel zu vermeiden?

Was hat mich dazu motiviert, mir #balkonziele zu setzen? Lies es hier nach.