Farne | Mein Balkongarten-Projekt

Farne in Kübelhaltung auf dem Balkon

6. Juni 2018
Baumfarn

Farne erleben gerade eine Renaissance als Balkonpflanzen. Dabei sieht man sie immer noch zu wenig, wie ich finde. Ihre gefiederten Blätter und Artenvielfalt und viele weitere Vorteile erkläre ich Dir in diesem Beitrag.

Mit Zimmerfarnen hatte ich bisher nur wenig Erfolg und ich habe es noch nicht herausgefunden, warum das so ist. Ganz anders hingegen meine Outdoor-Farne. Ich halte meine Farne im Kübel auf meinem Balkon und sie haben sich als robuste Grünpflanzen entpuppt. Und mittlerweile träume ich von einem Baumfarn, wie ich sie im Botanischen Garten gesehen habe (s. Titelbild, Stamm eines Baumfarns).

Stamm Baumfarn

Es gibt übrigens nicht nur Farne für Schattenbereiche. Der Wurmfarn etwa verträgt auch etwas Sonne. Schildfarne kommen auch mit großer Trockenheit zurecht. Wenn Du also keinen sonnenverwöhnten Südbalkon hast, der eine Farnhaltung unmöglich macht, findest du bestimmt ein Farnexemplar, dass sich geschmeidig in deine Bepflanzung einfügt, auch wenn du kein Balkonklima wie in einem immerfeuchten Mischwald hast.

Warum sind Farne gute Balkonpflanzen?

Farne sind so tolle Balkonpflanzen, weil sie robuster sind, als man zunächst vermuten könnte. Farne haben nur wenige Krankheiten und Schädlinge und nehmen einem ein Überwässern auch nicht übel, solange es eine gute Drainage im Balkonkübel gibt. Am richtigen Standort wachsen sie schnell und füllen unliebsame Ecken mit ihrem lockeren Blattgrün auf.

Auch gibt es viele unterschiedliche Arten, die man im gewöhnlichen Gartencenter oder auch online kaufen kann. Nachdem ich so begeistern von meinen beiden bronzefarbigen Farnen war, hatte ich mir im Mai einen etwas exotischeren Farn für meinen Balkon ausgesucht. Und Ende Mai kam dann endlich mein Neuzugang zu mir: Farnando.

Japanischer Regenbogenfarn bringt Abwechslung in die Balkonkübel

Als Farnando bei mir ankam, war er zerknautsch von dem 2-tägigen Transport. Ich war mir nicht so sicher, ob er er sich halten würde. Aber nach nur wenigen Tagen in einem gut drainierten Rosentopf und einer halbschattigen Ecke begann Farnando, seine Wedel auszubreiten und so kann ich nun seine wunderschöne silbrige Färbung bewundern.

Der Stiel ist violett gefärbt und ich hoffe, dass dieser Ton im Laufe der Zeit noch intensiver wird. Seitdem ich Farnando habe, bin ich noch viel begeistert von Farnen für den Draußenbereich. Egal wie groß oder klein dein Balkon auch sein mag, ein kleiner Farn findet immer seinen Platz.

Meine Empfehlung für kleine Balkone: Rosentöpfe sind etwas höher und schmaler als gewöhnliche Tontöpfe. Damit kannst du Platz sparen und eine interessante Optik erzeugen, wenn die Töpfe unterschiedlich hoch sind. Zudem wirken sie etwas eleganter und haben einen schönen, gewölbten Rand. Bei flachwurzelnden Arten kannst du den Grund mit einer dicken Schicht Tongranulat auffüllen, wie ich das bereits bei der Vorbereitung für alle meine Balkonkästen getan habe.

Farn vetrockneter Wedel

Apropos Platz: Wie man auf dem Bild erkennen kann, bekommt eine Ecke von Farnandos neuem Platz etwas zu viel Sonne ab. Daher hat er an seinem längsten Wedel leichte Vetrocknungen. Ich habe eine Buntnessel gekauft, die das verhindern und Farnando beschatten soll. Wir werden sehen, ob das klappt.

Viel Spaß bei der Balkonpflanzenplanung und bis nächsten Mittwoch,

 

 

 

Du hast einen schattigen Balkon auf dem nichts wächst? Daran könnte es liegen.

Hier kannst du dir einen Überblick über die gesamte Bandbreite der Farn-Spezies verschaffen. Vorsicht, nerdig!

Balkonneidisch? Lies hier nach, wie ich meine Balkonziele formuliert habe.

 

  1. Lustig 😃, Dein Thema trifft mal wieder meine Lebenswelt, liebe Carla! Ich habe den Farn im Topf gerade für unsere nachmittags schattige Apfelgartenterrasse entdeckt, und er scheint sich sehr wohl zu fühlen. Dieses dunkle, saftige Grün, macht den Bereich noch mal angenehm kühler…
    liebe Grüße
    Corinna

    1. Hallo liebe Corinna, dann schau ich gleich mal bei Dir vorbei, ob es schon Bilder von deinem Neuzugang gibt. Farne für den Garten sind ja auch sowas von robust – und wenn man erst mal entdeckt, wie viele tolle Arten es neben dem heimischen wild gesäten Farn gibt, da kann man schon mal die ein oder andere Lücke im Grünbereich füllen. Herzliche Grüße, Carla

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